Rund 24.600 Menschen leben hier. Die Stadt gehört zum Ostalbkreis in Baden-Württemberg und liegt an der Jagst. Altgold wechselt täglich den Besitzer, vor Ort wie in jeder anderen Stadt. Wer sich vor dem Termin kurz vorbereitet, verkauft in aller Regel besser. Was dabei zählt, fasst dieser Ratgeber zum Goldankauf Ellwangen (Jagst) zusammen.
Sie finden hier, wie der Ankaufspreis zustande kommt, welche Feingehalte es gibt, wie ein seriöser Ablauf aussieht und welche Fragen Sie jedem Ankäufer stellen sollten. Ein Rechner weiter unten ermittelt den Feingoldgehalt Ihrer Stücke direkt im Browser.
Die Stadt im Porträt
Ellwangen an der Jagst im Ostalbkreis war bis ins frühe 19. Jahrhundert Sitz einer Fürstpropstei, und das prägt die Stadt bis heute: Die Stiftskirche St. Vitus, das Schloss ob Ellwangen und die Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg sind weithin sichtbare Zeugnisse. Heute ist Ellwangen Schul- und Verwaltungsstadt mit mittelständischer Wirtschaft. Viele Familien leben seit Generationen in der Stadt und im Umland, und in Truhen und Schränken liegt mancher Schmuck. Wer hier Gold verkaufen will, hat im Nordosten Baden-Württembergs eine besondere Nachbarschaft: Schwäbisch Gmünd, nur 30 Kilometer entfernt, ist als Gold- und Silberstadt bekannt, in der Schmuck- und Silberwarenherstellung eine lange Tradition haben. Aalen liegt 14, Crailsheim 20 und Nördlingen in Bayern 30 Kilometer entfernt, Ulm rund 63 Kilometer. Das ist ein Vorteil für den Vergleich. Lassen Sie Schmuck, Bruchgold und Münzen vorab wiegen, notieren Sie Stempel wie 333, 585 oder 750, vergleichen Sie Preise pro Gramm und lassen Sie sich Abrechnungen schriftlich geben, bevor Sie sich in der Stadt oder anderswo festlegen.
Wie der Ankaufspreis zustande kommt
Hinter jedem Angebot steckt eine einfache Rechnung: Bruttogewicht minus Steine und Fremdteile ergibt das Goldgewicht, mal Feingehalt ergibt das Feingold, mal Tageskurs je Gramm ergibt den Materialwert. Ein Armband aus 585er Gold enthält also 58,5 Prozent reines Gold, der Rest ist Legierung aus Silber, Kupfer oder Zink.
Der Betrag, den Sie vor Ort ausgezahlt bekommen, liegt bei Altgold unter diesem Wert, weil das Material erst geschieden werden muss. Bei gängigen Anlagemünzen kann der Ankauf dagegen nah am Materialwert oder sogar darüber liegen. Fragen Sie deshalb immer nach dem Preis je Gramm Feingold, nicht nur nach einer Gesamtsumme.
Bevor Sie ein Angebot einholen, lohnt der Blick auf die Punze. Die gängigen Feingehalte im Überblick:
| Punze | Karat | Feingold | Typisch für |
|---|---|---|---|
| 333 | 8 Karat | 33,3 % | preiswerter Alltagsschmuck |
| 375 | 9 Karat | 37,5 % | Ringe und Schmuck aus Großbritannien |
| 585 | 14 Karat | 58,5 % | der häufigste Schmuckstandard in Deutschland |
| 750 | 18 Karat | 75,0 % | hochwertiger Schmuck, Uhrengehäuse |
| 900 | 21,6 Karat | 90,0 % | ältere Umlaufmünzen aus Gold |
| 916 | 22 Karat | 91,6 % | Krügerrand, Sovereign, Schmuck aus Südasien |
| 986 | 23,6 Karat | 98,6 % | österreichische Dukaten |
| 999 | 24 Karat | 99,9 % | Barren und Anlagemünzen wie Philharmoniker oder Maple Leaf |
Feingehalt in Tausendstel, gerundet. Maßgeblich ist die Prüfung des Ankäufers.
Goldbarren zu Geld machen
Beim Gold verkaufen sind Barren der unkomplizierteste Fall: Gewicht und Feingehalt stehen darauf. Ein Vergleich lohnt trotzdem, denn auch bei Barren zahlen nicht alle Händler gleich.
Beschädigte Blister, Kratzer oder fehlende Zertifikate kosten in der Regel nur wenig, machen die Prüfung aber aufwendiger. Wer vor Ort einen größeren Bestand hat, kann in Tranchen verkaufen und so den Zeitpunkt streuen.
Altgold verkaufen: Schmuck, Ringe und Ketten
Viele Verkäufer unterschätzen, wie unterschiedlich Altschmuck legiert ist. Ein schwerer Ring aus 333er Gold kann weniger wert sein als ein leichter Ring aus 750er Gold. Entscheidend ist der Feingoldanteil, nicht das Gewicht des Stücks allein.
Steine, Perlen und Federringe aus Stahl zählen nicht zum Goldgewicht. Kleine Brillanten bringen beim reinen Materialankauf meist nichts zusätzlich; bei größeren Steinen lohnt eine eigene Bewertung. So bekommen Sie für Metall und Steine jeweils, was sie wert sind.
Woran Sie einen seriösen Ankäufer erkennen
Vor jedem Abschluss, lohnt ein Blick auf diese Liste:
- Ausweiskontrolle und Ankaufsbuch gehören dazu.
- Es gibt keinen Zeitdruck und keine Gebühr fürs Ablehnen.
- Gewogen wird auf einer geeichten Waage mit sichtbarer Anzeige.
- Er prüft offen am Tisch, nicht im Nebenraum.
- Ein Ankaufsbeleg mit allen Angaben ist selbstverständlich.
Wenn einer dieser Punkte fehlt, lohnt der Weg zum nächsten Anbieter. Hausbesuche, Ankaufsaktionen in Hotels und Haustürgeschäfte sind kein guter Ort für einen fairen Preis.
Echtheit und Punzen verstehen
Ein Magnet hilft bei einer ersten Sichtung zu Hause: Gold ist nicht magnetisch. Haftet ein Stück am Magneten, ist unedles Metall im Spiel. Eine Prüfung ersetzt das nicht, es spart aber Zeit.
Punzen lesen Sie am besten mit einer Lupe bei Tageslicht. Neben dem Feingehalt finden sich oft Herstellerzeichen, bei älterem Schmuck manchmal auch Karat-Angaben wie 14K oder 18K. Notieren Sie, was Sie lesen, bevor Sie zum Termin gehen.
Vor Ort oder per Post verkaufen?
Egal ob Ladengeschäft oder Online-Ankauf: Am Materialwert ändert sich nichts, unterschiedlich sind nur Ablauf und Kosten. Beim Versand kommen Porto und Versicherung hinzu, die manche Ankäufer übernehmen.
Für Verkäufer aus der Region, kann beides kombinieren: ein Online-Angebot als Vergleich einholen und damit zum Termin vor Ort gehen. So sehen Sie schnell, wo mehr gezahlt wird.
Der Ablauf in fünf Schritten
Wer die einzelnen Schritte kennt, erkennt sofort, wenn etwas fehlt:
- Sortieren: Schmuck nach Stempeln trennen, unedles Metall aussortieren, das Gewicht grob ermitteln.
- Prüfung: Feingehalt und Echtheit werden offen am Tisch bestimmt, nicht im Hinterzimmer.
- Waage: Auf einer geeichten Waage, deren Anzeige Sie sehen können, getrennt nach Feingehalt.
- Angebot: Der Ankäufer nennt Tageskurs, Ankaufsquote und Summe, schriftlich und nachvollziehbar.
- Abschluss: Sie dürfen ablehnen und Ihr Gold wieder mitnehmen, ohne Gebühr und ohne Begründung.
Vor dem Termin
Diese Schritte erledigen Sie am besten zu Hause:
- Gewicht je Gruppe mit einer Küchen- oder Briefwaage notieren.
- Belege, Zertifikate und Originalverpackungen mitnehmen.
- Den Materialwert mit dem Rechner auf dieser Seite überschlagen.
- Den Tageskurs am Morgen des Termins nachsehen.
- Ausweis nicht vergessen.
Wer Gewicht, Feingehalt und Kurs kennt, verhandelt auf Augenhöhe und lässt sich nicht drängen.
Kurz zusammengefasst
Ob ein einzelnes Schmuckstück oder ein ganzer Nachlass: Beim Goldverkauf lohnt sich jede Minute Vorbereitung. Mit Lupe, Waage und Tageskurs sind Sie jedem Ankäufer gewachsen.


