Gold vergisst nichts: Eine Kette aus den Siebzigern enthält heute noch genau so viel Feingold wie am Tag seiner Herstellung. Verändert hat sich allein der Kurs, und der ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Für Haushalte vor Ort ist das ein guter Anlass, beim Goldankauf Erkrath nicht das erstbeste Angebot zu nehmen. Die Stadt gehört zum Kreis Mettmann in Nordrhein-Westfalen, liegt an der Düssel und hat rund 44.000 Einwohner.
aurtaur ist ein Magazin und kauft selbst kein Gold an. Hier wird weder vermittelt noch ein bestimmter Händler empfohlen. Ziel ist, dass Sie Angebote sicher einordnen können, bevor Geld und Gold den Besitzer wechseln.
Ein Blick auf die Stadt
Zwischen Düsseldorf und dem Neandertal liegt Erkrath im Kreis Mettmann. Das Neandertal, in dem 1856 die Knochen des Neandertalers gefunden wurden, liegt zwischen Erkrath und Mettmann, und der Name der Stadt ist eng mit der Geschichte der Eisenbahn verbunden: Die steile Rampe zwischen Erkrath und Hochdahl gilt als eine der ersten ihrer Art in Deutschland. Die Düssel fließt durch das Stadtgebiet, und die Ortsteile Alt-Erkrath und Hochdahl haben jeweils ihr eigenes Zentrum. Düsseldorf ist zehn Kilometer entfernt, Hilden sechs, Mettmann fünf und Haan sieben Kilometer. Viele Einwohner arbeiten in der Landeshauptstadt, in der auch die Königsallee als bekannte Einkaufsmeile für Schmuck und Uhren gilt. Wer in der Stadt Altgold verkaufen möchte, etwa bei einem Nachlass oder einem Umzug, sollte Gewicht und Stempel prüfen und Angebote vor Ort mit denen aus Hilden, Mettmann oder Düsseldorf vergleichen. Zahngold und Bruchgold lassen sich ebenso bewerten wie alte Ketten. Holen Sie mindestens zwei Angebote ein.
Vom Weltmarkt zum Ankaufstisch: der Goldpreis beim Verkauf
Gold wird weltweit in US-Dollar je Feinunze gehandelt, eine Feinunze entspricht 31,1035 Gramm. Der Londoner Markt ermittelt zweimal am Tag einen Referenzpreis, auf den sich Händler in ganz Europa beziehen. Umgerechnet in Euro je Gramm und multipliziert mit dem Feingehalt ergibt sich der Materialwert Ihres Schmuckstücks.
Dieser Materialwert ist überall in Deutschland gleich. Unterschiede entstehen erst durch den Abschlag, den ein Ankäufer für Prüfung, Schmelzen, Scheiden und Marge einbehält. Nach genau diesem Abschlag sollten Sie fragen, denn er entscheidet über den Auszahlungsbetrag.
Welcher Stempel welchen Goldanteil bedeutet, zeigt die folgende Übersicht:
| Punze | Karat | Feingold | Typisch für |
|---|---|---|---|
| 333 | 8 Karat | 33,3 % | preiswerter Alltagsschmuck |
| 375 | 9 Karat | 37,5 % | Ringe und Schmuck aus Großbritannien |
| 585 | 14 Karat | 58,5 % | der häufigste Schmuckstandard in Deutschland |
| 750 | 18 Karat | 75,0 % | Juwelierschmuck und Uhrengehäuse |
| 900 | 21,6 Karat | 90,0 % | ältere Umlaufmünzen aus Gold |
| 916 | 22 Karat | 91,6 % | Anlagemünzen wie Krügerrand und Sovereign |
| 986 | 23,6 Karat | 98,6 % | Dukaten aus Österreich |
| 999 | 24 Karat | 99,9 % | Goldbarren und moderne Anlagemünzen |
Feingehalt in Tausendstel, gerundet. Maßgeblich ist die Prüfung des Ankäufers.
Goldmünzen verkaufen
Anlagemünzen wie Krügerrand, Maple Leaf oder Wiener Philharmoniker sind weltweit bekannt und leicht zu bewerten. Ihr Feingewicht ist aufgeprägt, der Ankaufspreis orientiert sich eng am Goldpreis. In gutem Zustand und ohne Kratzer erzielen sie die besten Preise.
Historische Münzen wie Goldmark, Vreneli oder Dukaten bestehen aus 900er bzw. 986er Gold. Bei seltenen Jahrgängen kommt ein Sammlerwert dazu, der den Metallwert übersteigt. Bevor Sie solche Stücke vor Ort verkaufen, lohnt ein Blick in einen aktuellen Münzkatalog.
Goldbarren verkaufen
Barren sind der einfachste Fall beim Gold verkaufen: alles Wichtige ist aufgeprägt. Ein Vergleich lohnt trotzdem, denn die Ankaufsquoten unterscheiden sich auch hier.
Ein geöffneter Blister oder ein fehlendes Zertifikat kosten in der Regel nur wenig, machen die Prüfung aber aufwendiger. Wer vor Ort mehrere Barren besitzt, kann gestaffelt verkaufen und so den Zeitpunkt streuen.
Vor dem Termin
Zehn Minuten Vorbereitung bringen beim Verkauf oft mehr als jede Verhandlung:
- Personalausweis oder Reisepass einpacken.
- Punzen bei gutem Licht prüfen und nach Feingehalt sortieren.
- Am Tag des Verkaufs den aktuellen Goldpreis prüfen.
- Gewicht je Gruppe mit einer Küchen- oder Briefwaage notieren.
- Belege, Zertifikate und Originalverpackungen mitnehmen.
So vorbereitet erkennen Sie in jedem Gespräch, ob das Angebot stimmt.
Zahngold: klein, aber wertvoll
Zahngold wird oft unterschätzt, weil die Stücke klein und unscheinbar sind. Die Zusammensetzung schwankt allerdings stark: Hochgoldhaltige Legierungen bestehen überwiegend aus Gold, andere enthalten nur wenig Gold. Ein Pauschalpreis je Gramm ist daher selten fair.
Sammeln Sie Zahngold getrennt vom Schmuck und bringen Sie es so, wie es ist zum Termin. Wer vor Ort Zahngold verkaufen möchte, sollte nach der Methode der Bewertung fragen: Schmelzprobe, Röntgenfluoreszenz oder Schätzung.
Golduhren und Markenschmuck
Eine Golduhr ist selten nur Altgold: Das Werk, die Marke und der Zustand bestimmen den Wert oft stärker als das Gold. Eine Taschenuhr mit 585er Gehäuse kann als Ganzes deutlich mehr wert sein.
Bevor Sie eine Uhr zum Goldpreis verkaufen, sollte ein Uhrmacher oder Fachhändler einen Blick darauf werfen. Papiere, Box und Servicebelege steigern den Preis deutlich. Vergoldete Uhren ohne Markenwert bringen dagegen kaum etwas.
Schritt für Schritt zum fairen Angebot
Ein seriöser Termin folgt fast immer demselben Muster, egal in welcher Stadt:
- Vorbereiten: Stücke nach Punzen sortieren, Gewicht notieren, Ausweis einpacken.
- Analyse: Der Ankäufer bestimmt vor Ihren Augen den Feingehalt, per Strichprobe oder Röntgenfluoreszenz.
- Wiegen: Auf einer geeichten Waage, deren Anzeige Sie sehen können, getrennt nach Feingehalt.
- Rechnung: Der Ankäufer nennt Tageskurs, Ankaufsquote und Summe, schriftlich und nachvollziehbar.
- Abschluss: Sie dürfen ablehnen und Ihr Gold wieder mitnehmen, ohne Gebühr und ohne Begründung.
Was rechtlich gilt
Beim Goldverkauf werden Sie nach Ihrem Ausweis gefragt, das ist kein Misstrauen, sondern Pflicht. Nach dem Geldwäschegesetz müssen Händler bei Bargeschäften mit Edelmetallen ab 2.000 Euro die Identität feststellen. Die meisten seriösen Ankäufer verlangen den Ausweis unabhängig vom Betrag, auch um gestohlene Ware auszuschließen.
Wer Gold länger als ein Jahr besessen hat, verkauft es als Privatperson steuerfrei. Innerhalb eines Jahres gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro für private Veräußerungsgewinne. Diese Angaben ersetzen keine Steuerberatung, vor allem bei großen Beständen.
Das Fazit
Der Goldverkauf ist kein Glücksspiel: Transparenz, Vergleich und Geduld führen zum besten Ergebnis. Sortieren, nachrechnen, vergleichen, in dieser Reihenfolge. Dann wird aus der Schublade voller Altgold ein fairer Betrag.


