Altgold wechselt täglich den Besitzer, vor Ort nicht anders als anderswo. Wer sich vor dem Termin kurz vorbereitet, verkauft in aller Regel besser. Was dabei zählt, fasst dieser Ratgeber zum Goldankauf Ettlingen zusammen. Rund 39.000 Menschen leben hier. Die Stadt gehört zum Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg.
aurtaur ist ein Magazin und kauft selbst kein Gold an. Es vermittelt nicht und empfiehlt keine einzelnen Händler. Ziel ist, dass Sie jedes Angebot nachrechnen können, bevor Geld und Gold den Besitzer wechseln.
Stadtporträt aus Sicht des Goldes
Das Barockschloss der badischen Markgrafen und die Alb, die mitten durch die Altstadt fließt, geben Ettlingen sein Gesicht. Die Stadt im Landkreis Karlsruhe ist durch ihre römische Vergangenheit bekannt: Der Neptunstein erinnert an das römische Ettlingen, und das Römermuseum im Stadtgebiet zeigt Funde aus dieser Zeit. Im Sommer finden im Schlosshof die Schlossfestspiele statt. Die Altstadt mit Fachwerk, Brunnen und Gassen ist beliebt, und die Albtalbahn verbindet Ettlingen mit Karlsruhe, das nur neun Kilometer entfernt liegt. Rheinstetten ist ebenfalls neun Kilometer entfernt, Stutensee und Gaggenau je 16 Kilometer. Viele Ettlinger arbeiten in Karlsruhe. Wer in der Stadt Altgold verkaufen möchte, etwa aus einem Nachlass in einem Altstadthaus, bei einer Haushaltsauflösung oder nach einem Umzug, kann Angebote aus der Altstadt mit denen aus Karlsruhe oder Rheinstetten vergleichen. Alte Eheringe, Ketten, Zahngold und Bruchgold lassen sich nach Gewicht und Feingehalt bewerten. Antike Fundstücke und alte Münzen sollten getrennt eingeschätzt werden. Holen Sie mindestens zwei Angebote ein und lassen Sie sich Zeit.
Vom Weltmarkt zum Ankaufstisch: der Goldpreis beim Verkauf
Der Goldpreis bewegt sich laufend, an manchen Tagen um mehrere Prozent. Ein Angebot vom Vormittag kann am Nachmittag schon anders aussehen. Seriöse Ankäufer nennen den Kurs, auf den sie sich beziehen, und zeigen, wie viel Prozent davon sie zahlen.
Für den Verkauf bedeutet das: Nicht der Ort entscheidet über den Preis, sondern die Konditionen des Ankäufers. Mieten, Personal und Prüftechnik fließen in die Kalkulation ein, doch am Ende zählt nur, welcher Anteil des Materialwerts ausgezahlt wird.
Die Punze verrät den Feingehalt. Diese Übersicht zeigt die gängigen Stempel und wofür sie typisch sind:
| Punze | Karat | Feingold | Typisch für |
|---|---|---|---|
| 333 | 8 Karat | 33,3 % | preiswerter Alltagsschmuck |
| 375 | 9 Karat | 37,5 % | britischer und irischer Schmuck |
| 585 | 14 Karat | 58,5 % | der häufigste Schmuckstandard in Deutschland |
| 750 | 18 Karat | 75,0 % | Juwelierschmuck und Uhrengehäuse |
| 900 | 21,6 Karat | 90,0 % | historische Münzen wie Goldmark und Vreneli |
| 916 | 22 Karat | 91,6 % | Krügerrand, Sovereign, Schmuck aus Südasien |
| 986 | 23,6 Karat | 98,6 % | österreichische Dukaten |
| 999 | 24 Karat | 99,9 % | Goldbarren und moderne Anlagemünzen |
Feingehalt in Tausendstel, gerundet. Maßgeblich ist die Prüfung des Ankäufers.
Verkaufswege für Ihr Gold
Neben dem Ankauf im Laden gibt es den Versand an einen Online-Ankäufer. Das spart den Weg, setzt aber Vertrauen voraus. Achten Sie auf versicherten Versand, ein Angebot vor der Auszahlung und das Recht, Ihr Gold zurückzubekommen.
Der klassische Ankauf im Laden hat einen Vorteil: Sie sehen die Prüfung, können sofort nachfragen und nehmen Ihr Gold wieder mit, wenn das Angebot nicht passt. Für größere Posten und Erbstücke ist das meist der bessere Weg.
Altschmuck richtig einordnen
Der größte Teil dessen, was vor Ort über den Ankaufstisch geht, ist Altschmuck: Ringe, Ketten, Armbänder, Broschen. Bewertet wird in den meisten Fällen nur das Metall, Design und Erinnerungswert spielen beim Ankauf nach Gewicht keine Rolle. Sortieren Sie Ihre Stücke deshalb vorher nach Punzen, damit 333er Gold nicht zum Preis von 585er und 750er Gold nicht zum Preis von 585er gewogen wird.
Eine Ausnahme bilden Markenschmuck, signierte Stücke und gut erhaltene Antiquitäten. Hier kann der Wiederverkaufswert den Materialwert übersteigen, und dann lohnt zusätzlich ein Angebot von einem Juwelier oder Auktionshaus. Wer Altgold verkaufen will, sortiert zuerst aus, was als Schmuckstück noch Käufer finden könnte.
Vom Schmuckkasten zum Beleg: der Ablauf
Ein seriöser Ankauf folgt fast immer demselben Muster, egal in welcher Stadt:
- Vorbereitung: Schmuck nach Stempeln trennen, unedles Metall aussortieren, das Gewicht grob ermitteln.
- Analyse: Der Ankäufer bestimmt vor Ihren Augen den Feingehalt, per Strichprobe oder Röntgenfluoreszenz.
- Waage: Auf einer geeichten Waage, deren Anzeige Sie sehen können, getrennt nach Feingehalt.
- Preis: Sie erhalten den Preis je Gramm und den Gesamtbetrag, am besten schriftlich.
- Abschluss: Erst wenn Sie zustimmen, folgen Ankaufsbeleg, Ausweiskontrolle und Auszahlung bar oder per Überweisung.
Echtheit und Punzen verstehen
Die Punze ist der erste Hinweis, aber noch keine Garantie. Deshalb prüft ein seriöser Ankäufer selbst: mit Prüfstein und Säure, mit einem Röntgenfluoreszenzgerät oder über die Dichte. Die Röntgenfluoreszenz ist zerstörungsfrei und zeigt die Legierung in Sekunden.
Die Prüfung sollte immer vor Ihren Augen stattfinden. Schmuck, der zur Prüfung den Raum verlässt, sind ein Warnsignal. Für einen seriösen Ankäufer ist das selbstverständlich.
Barren richtig verkaufen
Beim Gold verkaufen sind Barren der unkomplizierteste Fall: alles Wichtige ist aufgeprägt. Trotzdem lohnt der Vergleich, denn die Ankaufsquoten unterscheiden sich auch hier.
Ein geöffneter Blister oder ein fehlendes Zertifikat kosten in der Regel nur wenig, machen die Prüfung aber aufwendiger. Wer vor Ort einen größeren Bestand hat, kann gestaffelt verkaufen und so auf Kursschwankungen reagieren.
Ausweis, Geldwäschegesetz und Steuern
Ein Ausweis gehört zu jedem Goldverkauf, vor Ort wie überall. Das Geldwäschegesetz verpflichtet Händler, bei Bargeschäften mit Edelmetallen ab 2.000 Euro die Identität festzustellen, und seriöse Ankäufer tun das meist bei jedem Ankauf.
Wer Gold länger als ein Jahr besessen hat, verkauft es als Privatperson steuerfrei. Innerhalb eines Jahres gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro für private Veräußerungsgewinne. Für Sonderfälle ist eine Steuerberatung zuständig, vor allem bei großen Beständen.
Die Vorbereitung entscheidet
Zehn Minuten Vorbereitung zahlen sich beim Goldverkauf fast immer aus:
- Mit der Prüfbank den Feingoldgehalt ausrechnen.
- Ausweis nicht vergessen.
- Den Tageskurs am Morgen des Termins nachsehen.
- Stempel mit der Lupe lesen und die Stücke nach Feingehalt trennen.
- Gewicht je Gruppe mit einer Küchen- oder Briefwaage notieren.
Mit diesen Zahlen im Kopf können Sie jedes Angebot in Sekunden einordnen.
Unterm Strich
Ob ein paar Gramm Bruchgold oder eine Münzsammlung: Beim Goldverkauf gewinnt, wer vorbereitet kommt. Mit Lupe, Waage und Tageskurs verhandeln Sie auf Augenhöhe.


