Gold vergisst nichts: Ein Trauring aus der Großelterngeneration enthält heute noch genau so viel Feingold wie am Tag seiner Herstellung. Gewandelt hat sich nur der Preis, und der liegt heute weit über dem Niveau früherer Jahrzehnte. Für Haushalte vor Ort ist das ein guter Anlass, beim Goldankauf Göppingen genauer hinzusehen. Die Stadt gehört zum gleichnamigen Landkreis in Baden-Württemberg, liegt an der Fils und hat rund 59.000 Einwohner. Schriftlich erwähnt wird der Ort erstmals 1154.
aurtaur ist ein Magazin und kauft selbst kein Gold an. Hier wird weder vermittelt noch ein bestimmter Händler empfohlen. Ziel ist, dass Sie Angebote sicher einordnen können, bevor Geld und Gold den Besitzer wechseln.
Gold und Schmuck vor Ort
Göppingen liegt im Filstal, am Fuß der Schwäbischen Alb, und ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises. Erstmals 1154 erwähnt, hat die Stadt eine lange Geschichte, die mit den Staufern verbunden ist: Der Hohenstaufen, der kegelförmige Berg mit der Burgruine, gehört zum Stadtgebiet und gab dem Herrschergeschlecht den Namen. Die Oberhofenkirche zählt zu den ältesten Kirchen der Region, das Schloss steht am Rand der Altstadt, und das Stadtbild zeigt Spuren von Industrie, Handel und Handwerk. In der Stadt führen Nachlässe, Umzüge und die Aufgabe von Betrieben dazu, dass viele ihr Bruchgold und Altgold sortieren. Ansprechpartner finden sich in der Innenstadt; Eislingen liegt nur vier, Schorndorf vierzehn, Schwäbisch Gmünd fünfzehn, Geislingen sechzehn Kilometer entfernt. Schwäbisch Gmünd ist als Gold- und Silberstadt bekannt, ein Besuch dort kann sich bei besonderen Stücken lohnen. Stuttgart ist sechsunddreißig Kilometer entfernt. Der Marktplatz und die Innenstadt liegen zentral, die Wege sind kurz, und der Bahnhof ist gut erreichbar. Vergleichen Sie auch hier die Angebote und lassen Sie sich Gewicht und Feingehalt zeigen.
So entsteht der Ankaufspreis
Gold wird weltweit in US-Dollar je Feinunze gehandelt, eine Feinunze entspricht 31,1035 Gramm. Zweimal täglich legt der Londoner Markt einen Referenzpreis fest, an dem sich Händler bundesweit orientieren. Umgerechnet in Euro je Gramm und multipliziert mit dem Feingehalt ergibt sich der Materialwert Ihres Schmuckstücks.
Dieser Materialwert ist überall in Deutschland gleich. Unterschiede entstehen erst durch den Abschlag, den ein Ankäufer für Prüfung, Schmelzen, Scheiden und Marge einbehält. Genau diesen Abschlag sollten Sie erfragen, denn er entscheidet über den Auszahlungsbetrag.
Bevor Sie ein Angebot einholen, lohnt der Blick auf die Punze. Die gängigen Feingehalte im Überblick:
| Punze | Karat | Feingold | Typisch für |
|---|---|---|---|
| 333 | 8 Karat | 33,3 % | preiswerter Alltagsschmuck |
| 375 | 9 Karat | 37,5 % | Ringe und Schmuck aus Großbritannien |
| 585 | 14 Karat | 58,5 % | Trauringe, Ketten, Armbänder |
| 750 | 18 Karat | 75,0 % | Juwelierschmuck und Uhrengehäuse |
| 900 | 21,6 Karat | 90,0 % | ältere Umlaufmünzen aus Gold |
| 916 | 22 Karat | 91,6 % | Krügerrand, Sovereign, Schmuck aus Südasien |
| 986 | 23,6 Karat | 98,6 % | Dukaten aus Österreich |
| 999 | 24 Karat | 99,9 % | Goldbarren und moderne Anlagemünzen |
Feingehalt in Tausendstel, gerundet. Maßgeblich ist die Prüfung des Ankäufers.
Ankauf im Laden oder per Versand
Ob Laden oder Versand: Am Materialwert ändert sich nichts, nur die Wege unterscheiden sich. Beim Versand kommen Porto und Versicherung hinzu, manche Ankäufer übernehmen diese Kosten.
Für Verkäufer aus der Region, kann beides kombinieren: erst ein Angebot per Post einholen und dann vor Ort vergleichen. So wird schnell sichtbar, ob ein Angebot fair ist.
Golduhren verkaufen
Golduhren sind ein Sonderfall: Marke, Werk und Erhaltungszustand entscheiden oft mehr als das Gehäuse. Ein Chronograph mit Goldgehäuse kann als Sammlerstück ein Vielfaches des Metallwerts bringen.
Bevor eine Uhr in den Schmelztiegel geht, lohnt eine Einschätzung durch einen Uhrmacher oder Uhrenhändler. Papiere, Box und Servicebelege steigern den Preis spürbar. Für reine Modelluhren mit Goldauflage gilt das allerdings nicht.
Vor dem Termin
Diese Schritte erledigen Sie am besten zu Hause:
- Den Materialwert mit dem Rechner auf dieser Seite überschlagen.
- Gewicht je Gruppe mit einer Küchen- oder Briefwaage notieren.
- Belege, Zertifikate und Originalverpackungen mitnehmen.
- Den Tageskurs am Morgen des Termins nachsehen.
- Punzen bei gutem Licht prüfen und nach Feingehalt sortieren.
Wer seine Zahlen kennt, verhandelt entspannter und nimmt nicht das erstbeste Angebot.
Nicht nur Gold: weitere Edelmetalle
Neben Gold kaufen die meisten Ankäufer auch Silber, Platin und Palladium. Silberbesteck ist meist mit 800 oder 925 gestempelt, versilbertes dagegen mit Auflagezahlen wie 90 oder 100. Für Versilbertes gibt es kaum Geld, echtes Silber nach Gewicht.
Platinschmuck ist meist 950er Platin und hat einen eigenen Kurs, der zeitweise unter, zeitweise über dem Goldpreis lag. Wer vor Ort gemischte Bestände verkauft, sollte die Metalle getrennt wiegen lassen und für jedes Metall einen eigenen Grammpreis nennen lassen.
Zahngold zu Geld machen
Goldkronen, Brücken und Inlays bleiben nach einer Behandlung oft in der Praxis zurück. Sie gehören den Patienten und dürfen verkauft werden. Dentallegierungen enthalten oft auch Platin, Palladium und Silber, was den Wert erhöhen kann.
Keramikverblendungen und Zahnreste sind kein Edelmetall und werden beim Wiegen abgezogen oder geschätzt. Seriöse Ankäufer bewerten Zahngold nach einer Analyse, besonders bei größeren Mengen. Fragen Sie danach, ob Platin und Palladium vergütet werden.
Vom Schmuckkasten zum Beleg: der Ablauf
Damit der Termin ohne Überraschungen verläuft, hier der übliche Ablauf:
- Zuhause: Stücke nach Punzen sortieren, Gewicht notieren, Ausweis einpacken.
- Prüfung: Feingehalt und Echtheit werden offen am Tisch bestimmt, nicht im Hinterzimmer.
- Gewicht: Jede Legierung einzeln, Steine und Fremdteile werden abgezogen.
- Angebot: Der Ankäufer nennt Tageskurs, Ankaufsquote und Summe, schriftlich und nachvollziehbar.
- Abschluss: Sie dürfen ablehnen und Ihr Gold wieder mitnehmen, ohne Gebühr und ohne Begründung.
Was rechtlich gilt
Beim Goldverkauf werden Sie nach Ihrem Ausweis gefragt, und das hat seinen Grund. Nach dem Geldwäschegesetz müssen Händler bei Bargeschäften mit Edelmetallen ab 2.000 Euro die Identität feststellen. Viele Ankäufer verlangen den Ausweis unabhängig vom Betrag, schon weil sie ein Ankaufsbuch führen.
Wer Gold länger als ein Jahr besessen hat, verkauft es als Privatperson steuerfrei. Für kürzere Haltedauern gibt es eine Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr. Diese Angaben ersetzen keine Steuerberatung, bei Nachlässen und großen Beständen lohnt sie sich.
Kurz zusammengefasst
Mit dem Goldankauf Göppingen verhält es sich wie mit jedem anderen Geschäft: wer vergleicht und nachfragt, verkauft besser. Sortieren, nachrechnen, vergleichen, in dieser Reihenfolge. Dann wird aus der Schublade voller Altgold ein fairer Betrag.


