Rund 56.000 Menschen leben hier. Die Stadt liegt in Mecklenburg-Vorpommern und liegt an der Ryck. Gold hat ein langes Gedächtnis: Ein Trauring aus der Großelterngeneration enthält heute noch genau so viel Feingold wie am Tag seiner Herstellung. Gewandelt hat sich nur der Preis, und der ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Für Haushalte vor Ort ist das ein guter Anlass, beim Goldankauf Greifswald genauer hinzusehen.
Ob es um einen einzelnen Ring oder einen ganzen Nachlass verkaufen möchten: Die Grundregeln sind dieselben. Wer sie kennt, verhandelt auf Augenhöhe und merkt schnell, wenn ein Angebot nicht stimmt.
Ein Blick auf die Stadt
Die Stadt ist eine Hansestadt an der Ryck, kurz vor der Mündung in den Greifswalder Bodden, und gehört zum Landkreis Vorpommern-Greifswald. Die Universität prägt den Alltag, und mit ihr kommen Studierende und Forschende in die Stadt. Der Marktplatz mit seinen Giebelhäusern, der Dom St. Nikolai und die Backsteinkirchen sind Zeugen der Hansezeit; der Maler Caspar David Friedrich wurde hier geboren. Im Ortsteil Wieck erinnern Holzbrücke und Museumshafen an die Seefahrt. In der Stadt verkaufen Studierende nach dem Abschluss, Wegziehende und Erben ihr Altgold, wenn die Wohnung leer geräumt wird. Auch Familien, die seit Generationen in Vorpommern leben, besitzen Goldschmuck als Rücklage, zum Beispiel aus Verlobungen und Taufen. Ansprechpartner gibt es in der Innenstadt; Stralsund liegt rund zweiunddreißig Kilometer entfernt, Neubrandenburg neunundfünfzig, Rostock zweiundachtzig. Wegen der langen Wege empfiehlt sich vorab ein Anruf, damit Sie wissen, ob ein Termin nötig ist. Im Sommer verändern Touristen und Segler den Takt der Stadt, im Winter bestimmen Universität und Alltag das Bild. Lassen Sie sich Gewicht und Feingehalt jedes Stücks nennen und halten Sie das Ergebnis schriftlich fest.
Wie der Ankaufspreis zustande kommt
Gold wird weltweit in US-Dollar je Feinunze gehandelt, eine Feinunze entspricht 31,1035 Gramm. Zweimal täglich legt der Londoner Markt einen Referenzpreis fest, an dem sich Händler bundesweit orientieren. Umgerechnet in Euro je Gramm und multipliziert mit dem Feingehalt ergibt sich der Materialwert Ihres Schmuckstücks.
Dieser Materialwert ist vor Ort derselbe wie in jeder anderen Stadt. Unterschiede entstehen erst durch den Abschlag, den ein Ankäufer für Prüfung, Schmelzen, Scheiden und Marge einbehält. Genau diesen Abschlag sollten Sie erfragen, denn er entscheidet über den Auszahlungsbetrag.
Die Punze verrät den Feingehalt. Diese Übersicht zeigt die gängigen Stempel und wofür sie typisch sind:
| Punze | Karat | Feingold | Typisch für |
|---|---|---|---|
| 333 | 8 Karat | 33,3 % | preiswerter Alltagsschmuck |
| 375 | 9 Karat | 37,5 % | britischer und irischer Schmuck |
| 585 | 14 Karat | 58,5 % | der häufigste Schmuckstandard in Deutschland |
| 750 | 18 Karat | 75,0 % | Juwelierschmuck und Uhrengehäuse |
| 900 | 21,6 Karat | 90,0 % | historische Münzen wie Goldmark und Vreneli |
| 916 | 22 Karat | 91,6 % | Krügerrand, Sovereign, Schmuck aus Südasien |
| 986 | 23,6 Karat | 98,6 % | österreichische Dukaten |
| 999 | 24 Karat | 99,9 % | Goldbarren und moderne Anlagemünzen |
Feingehalt in Tausendstel, gerundet. Maßgeblich ist die Prüfung des Ankäufers.
Silber, Platin und Palladium
Viele Ankäufer nehmen neben Gold auch Silber, Platin und Palladium. Silberbesteck ist meist mit 800 oder 925 gestempelt, versilbertes dagegen mit Auflagezahlen wie 90 oder 100. Versilbertes hat kaum Metallwert, echtes Silber nach Gewicht.
Platinschmuck ist meist 950er Platin und hat einen eigenen Kurs, der sich unabhängig vom Gold bewegt. Bei gemischten Beständen, sollte die Metalle getrennt wiegen lassen und für jedes Metall einen eigenen Grammpreis nennen lassen.
Gold aus einem Nachlass verkaufen
Nach einem Todesfall stehen Erben oft vor einer Schatulle, von denen niemand weiß, was sie wert sind. Lassen Sie sich Zeit: Gold verliert nicht an Wert, weil es länger liegt, und Entscheidungen unter Druck sind selten gut.
Hilfreich ist eine Liste mit Foto, Gewicht und Stempel jedes Stücks. So können sich mehrere Erben einigen, welche Stücke bleiben und welche gehen. Für einen Nachlass, holt am besten Angebote von einem Ankäufer und einem Juwelier ein.
Der Ablauf in fünf Schritten
Damit der Termin ohne Überraschungen verläuft, hier der übliche Ablauf:
- Vorbereitung: Schmuck nach Stempeln trennen, unedles Metall aussortieren, das Gewicht grob ermitteln.
- Prüfung: Feingehalt und Echtheit werden offen am Tisch bestimmt, nicht im Hinterzimmer.
- Gewicht: Jede Legierung einzeln, Steine und Fremdteile werden abgezogen.
- Angebot: Sie erhalten den Preis je Gramm und den Gesamtbetrag, am besten schriftlich.
- Abschluss: Erst wenn Sie zustimmen, folgen Ankaufsbeleg, Ausweiskontrolle und Auszahlung bar oder per Überweisung.
Defekter Schmuck, voller Wert
Kettenstücke, Ringe mit Riss, Ohrringe ohne Gegenstück: Für den Goldwert ist es gleichgültig, ob ein Schmuckstück noch tragbar ist. Bruchgold landet ohnehin im Schmelztiegel, deshalb zählt allein das Feingold. Wer Bruchgold verkaufen möchte, sollte nichts vorher reparieren lassen, das würde nur Geld kosten.
Selbst ein paar Gramm haben ihren Wert, wenn der Ankäufer fair wiegt. Fragen Sie nach einer Waage mit Anzeige zu Ihrer Seite und nach dem Preis je Gramm. Bei sehr kleinen Mengen ziehen manche Ankäufer eine Bearbeitungsgebühr ab, klären Sie das vor der Prüfung.
Verkaufswege für Ihr Gold
Ob Laden oder Versand: Der Materialwert ist derselbe, nur die Wege unterscheiden sich. Beim Versand fallen Porto und Versicherung an, die manche Ankäufer übernehmen.
Für Verkäufer aus der Region, kann beides kombinieren: erst ein Angebot per Post einholen und dann vor Ort vergleichen. So wird schnell sichtbar, ob ein Angebot fair ist.
Gut vorbereitet zum Termin
Diese Schritte erledigen Sie am besten zu Hause:
- Den Materialwert mit dem Rechner auf dieser Seite überschlagen.
- Gewicht je Gruppe mit einer Küchen- oder Briefwaage notieren.
- Punzen bei gutem Licht prüfen und nach Feingehalt sortieren.
- Ausweis nicht vergessen.
- Am Tag des Verkaufs den aktuellen Goldpreis prüfen.
Wer seine Zahlen kennt, verhandelt entspannter und lässt sich nicht drängen.
Rechtliches zum Goldverkauf
Ein Ausweis gehört zu jedem Goldverkauf, vor Ort wie überall. Das Geldwäschegesetz verpflichtet Händler, bei Bargeschäften mit Edelmetallen ab 2.000 Euro die Identität festzustellen, und viele seriöse Betriebe fragen grundsätzlich danach.
Wer Gold länger als ein Jahr besessen hat, verkauft es als Privatperson steuerfrei. Innerhalb eines Jahres gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro für private Veräußerungsgewinne. Diese Angaben ersetzen keine Steuerberatung, vor allem bei großen Beständen.
Das Fazit
Unterm Strich ist der Goldverkauf eine Frage der Konditionen, nicht der Adresse. Der Weltmarkt bestimmt den Wert, der Händler den Abschlag. Wer beides kennt, verkauft souverän, ob Ring, Münze oder ganzer Nachlass.


