Altgold wird jeden Tag verkauft, vor Ort wie in jeder anderen Stadt. Wer sich vor dem Termin zehn Minuten Zeit nimmt, verkauft meist deutlich besser. Was dabei zählt, fasst dieser Ratgeber zum Goldankauf Grimma zusammen. Die Mittelstadt an der Mulde zählt rund 27.600 Einwohner und gehört zum Landkreis Leipzig in Sachsen.
Sie finden hier, wie der Ankaufspreis zustande kommt, welche Feingehalte es gibt, wie ein seriöser Ablauf aussieht und welche Fragen Sie vor jedem Abschluss stellen sollten. Die Prüfbank weiter unten rechnet den Feingoldgehalt Ihrer Stücke ohne Anmeldung.
Ein Blick auf die Stadt
An der Mulde, im Landkreis Leipzig, liegt Grimma, eine Stadt mit rund 27.600 Einwohnern und einer Altstadt, die vom Rathaus und vom Fluss geprägt ist. In der Nähe befinden sich die Reste des Klosters Nimbschen, aus dem Katharina von Bora floh, die spätere Frau Martin Luthers, und die Fürstenschule St. Augustin gehört zu den traditionsreichen Schulen der Region. Hochwasser der Mulde haben die Stadt in der Vergangenheit hart getroffen, der Wiederaufbau prägt die Altstadt. Leipzig liegt 27 Kilometer entfernt, Markkleeberg 25, Döbeln 30 und Altenburg 35 Kilometer. Wer in der Stadt Altgold verkaufen möchte, kann sich in der Innenstadt umsehen und in Leipzig, der nächsten Großstadt, vergleichen. Häufige Anlässe sind ein Nachlass, eine Haushaltsauflösung, der Ruhestand oder Zahngold. Auch Münzen aus dem Familienbesitz tauchen beim Aufräumen auf. Der Stempel nennt den Feingehalt, die Waage das Gewicht, und beides zusammen ergibt den Materialwert. Sind Sie unsicher, ob ein Stück aus Gold ist, fragen Sie ausdrücklich danach, statt zu raten.
Vom Weltmarkt zum Ankaufstisch: der Goldpreis beim Verkauf
Die Rechnung ist einfacher, als viele denken: Bruttogewicht minus Steine und Fremdteile ergibt das Goldgewicht, mal Feingehalt ergibt das Feingold, mal Tageskurs je Gramm ergibt den Materialwert. Ein Armband aus 585er Gold enthält also 58,5 Prozent reines Gold, der Rest ist Legierung aus Silber, Kupfer oder Zink.
Was ein Ankäufer vor Ort auszahlt, liegt bei Altgold unter diesem Wert, weil das Material erst geschieden werden muss. Gängige Anlagemünzen werden dagegen oft nah am Materialwert angekauft. Fragen Sie deshalb immer nach dem Preis je Gramm Feingold, nicht nur nach einer Gesamtsumme.
Die Punze verrät den Feingehalt. Diese Übersicht zeigt die gängigen Stempel und wofür sie typisch sind:
| Punze | Karat | Feingold | Typisch für |
|---|---|---|---|
| 333 | 8 Karat | 33,3 % | einfacher Schmuck, ältere Ketten und Anhänger |
| 375 | 9 Karat | 37,5 % | britischer und irischer Schmuck |
| 585 | 14 Karat | 58,5 % | Trauringe, Ketten, Armbänder |
| 750 | 18 Karat | 75,0 % | hochwertiger Schmuck, Uhrengehäuse |
| 900 | 21,6 Karat | 90,0 % | ältere Umlaufmünzen aus Gold |
| 916 | 22 Karat | 91,6 % | Anlagemünzen wie Krügerrand und Sovereign |
| 986 | 23,6 Karat | 98,6 % | Dukaten aus Österreich |
| 999 | 24 Karat | 99,9 % | Barren und Anlagemünzen wie Philharmoniker oder Maple Leaf |
Feingehalt in Tausendstel, gerundet. Maßgeblich ist die Prüfung des Ankäufers.
Ankauf im Laden oder per Versand
Viele Ankäufer bieten neben dem Ladengeschäft auch den Verkauf per Post an. Bequem ist das, aber Sie geben das Gold aus der Hand. Wichtig sind versicherter Versand, ein verbindliches Angebot und die kostenlose Rücksendung bei Ablehnung.
Der klassische Ankauf im Laden hat einen Vorteil: Sie sehen die Prüfung, können sofort nachfragen und nehmen Ihr Gold wieder mit, wenn das Angebot nicht passt. Für größere Posten und Erbstücke ist das meist der bessere Weg.
Goldbarren verkaufen
Goldbarren mit Feingehalt 999,9 und Seriennummer sind beim Ankauf besonders einfach. Barren von Herstellern mit LBMA-Zulassung werden meist ohne aufwendige Analyse angekauft, der Preis liegt nah am Tageskurs.
Bewahren Sie Zertifikat und Blister auf, so entfällt jede Diskussion über Echtheit. Gussbarren ohne Zertifikat oder Barren unbekannter Herkunft prüft ein Ankäufer gründlicher, notfalls mit Röntgenfluoreszenz oder Ultraschall. Das ist üblich und kein Misstrauen gegen Sie.
Vom Schmuckkasten zum Beleg: der Ablauf
Damit Sie beim Termin wissen, was Sie erwartet, hier der übliche Ablauf:
- Zuhause: Stücke nach Punzen sortieren, Gewicht notieren, Ausweis einpacken.
- Prüfen: Der Ankäufer bestimmt vor Ihren Augen den Feingehalt, per Strichprobe oder Röntgenfluoreszenz.
- Wiegen: Auf einer geeichten Waage, deren Anzeige Sie sehen können, getrennt nach Feingehalt.
- Preis: Sie erhalten den Preis je Gramm und den Gesamtbetrag, am besten schriftlich.
- Entscheiden: Sie dürfen ablehnen und Ihr Gold wieder mitnehmen, ohne Gebühr und ohne Begründung.
Wie Ankäufer Gold prüfen
Zu Hause hilft ein einfacher Magnet: Gold ist nicht magnetisch. Haftet ein Stück am Magneten, steckt Eisen oder Nickel darin. Eine Prüfung ersetzt das nicht, es spart aber Zeit.
Punzen lesen Sie am besten mit einer Lupe bei Tageslicht. Oft steht neben dem Feingehalt ein Herstellerzeichen, bei älterem Schmuck manchmal auch Karat-Angaben wie 14K oder 18K. Notieren Sie, was Sie lesen, bevor Sie vor Ort Angebote einholen.
Altgold verkaufen: was zählt
Oft unterschätzt wird, wie unterschiedlich Altschmuck zusammengesetzt ist. Ein schwerer Ring aus 333er Gold bringt unter Umständen weniger als ein leichter Ring aus 750er Gold. Maßgeblich ist allein, wie viel reines Gold darin steckt, nicht das Gewicht des Stücks allein.
Steine, Perlen und Federringe aus Stahl werden beim Wiegen abgezogen. Kleine Brillanten werden beim Ankauf nach Gewicht oft gar nicht vergütet; größere Steine sollten Sie vorher fassen lassen oder getrennt bewerten lassen. So verkaufen Sie vor Ort Gold und Steine jeweils zu ihrem Wert.
Woran Sie einen seriösen Ankäufer erkennen
Wie seriös ein Ankäufer ist, zeigt sich an wenigen, klaren Merkmalen:
- Er nennt den Grammpreis und den Tageskurs, auf den er sich bezieht.
- Sie bekommen einen schriftlichen Beleg mit Gewicht, Feingehalt und Preis.
- Sie dürfen ablehnen, ohne dass Kosten entstehen.
- Die Prüfung findet vor Ihren Augen statt.
- Gewogen wird auf einer geeichten Waage mit sichtbarer Anzeige.
Wenn einer dieser Punkte fehlt, lohnt der Weg zum nächsten Anbieter. Kaffeefahrten, Hotelankäufe auf Durchreise und Haustürgeschäfte sind für den Goldverkauf keine gute Wahl.
Die Vorbereitung entscheidet
Zehn Minuten Vorbereitung zahlen sich beim Goldverkauf fast immer aus:
- Mit der Prüfbank den Feingoldgehalt ausrechnen.
- Zertifikate, Rechnungen und Etuis heraussuchen.
- Ausweis nicht vergessen.
- Punzen bei gutem Licht prüfen und nach Feingehalt sortieren.
- Gewicht je Gruppe mit einer Küchen- oder Briefwaage notieren.
Wer seine Zahlen kennt, verhandelt auf Augenhöhe und nimmt nicht das erstbeste Angebot.
Fazit
Der Goldankauf Grimma ist kein Glücksspiel: wer vergleicht und nachfragt, verkauft besser. Sortieren Sie Ihre Stücke, rechnen Sie den Materialwert vorher aus und lassen Sie sich nicht drängen. Dann wird aus der Schublade voller Altgold ein fairer Betrag.


