Ratgeber · Bayern

Goldankauf Kitzingen

Wie der Ankaufspreis entsteht, welche Punzen zählen und woran Sie ein faires Angebot erkennen. Ein Ratgeber für alle, die Gold, Altgold oder Bruchgold verkaufen möchten.

Gold zu verkaufen ist nicht schwer, gut verkaufen dagegen schon. Zwischen zwei Angeboten für dasselbe Schmuckstück liegen nicht selten dreistellige Beträge, und das gilt beim Goldankauf Kitzingen genauso wie überall in Deutschland. Die Stadt gehört zum gleichnamigen Landkreis in Bayern und hat rund 23.000 Einwohner.

Die folgenden Abschnitte erklären Preisbildung, Feingehalte, Prüfverfahren und den Ablauf vor Ort. Dazu kommen Hinweise zu Münzen, Barren und Zahngold sowie ein Fragenteil am Ende.

Ein Blick auf die Stadt

Weinberge, Main und Fastnacht: Kitzingen im Fränkischen Weinland steht für drei Dinge, die die Stadt bekannt gemacht haben. Das Deutsche Fastnachtmuseum und der schiefe Falterturm gehören zu den Wahrzeichen, die Mainbrücke führt in die Altstadt, und rings um die Stadt ziehen sich Rebhänge. Nach dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte entstanden auf den früheren Kasernenflächen neue Wohn- und Gewerbeviertel, was die Stadt verändert hat. Würzburg liegt nur 18 Kilometer entfernt, Schweinfurt 36, Bad Mergentheim 39 und Wertheim 47. In Winzerfamilien und Handwerkerhaushalten werden Hofübergaben und Nachlässe oft zum Anlass, Schubladen und Schatullen zu sichten. Dabei kommen Eheringe, Ketten, Münzen und Zahngold zum Vorschein, und mancher entscheidet sich, Bruchgold nicht länger liegen zu lassen. Wer in der Stadt Gold verkaufen möchte, findet in der Innenstadt rund um den Marktplatz Ansprechpartner und kann zum Vergleich in der Großstadt Würzburg nachfragen, ohne dafür einen ganzen Tag zu opfern. Bei Münzen und Barren sollten zusätzlich Zertifikate und Verpackung bereitliegen, das beschleunigt die Prüfung.

Vom Weltmarkt zum Ankaufstisch: der Goldpreis beim Verkauf

Hinter jedem Angebot steckt eine einfache Rechnung: Bruttogewicht minus Steine und Fremdteile ergibt das Goldgewicht, mal Feingehalt ergibt das Feingold, mal Tageskurs je Gramm ergibt den Materialwert. Ein Armband aus 585er Gold enthält also 58,5 Prozent reines Gold, der Rest sind Silber, Kupfer und andere Metalle.

Was ein Ankäufer vor Ort auszahlt, liegt bei Altgold unter diesem Wert, weil das Material erst geschieden werden muss. Gängige Anlagemünzen werden dagegen oft nah am Materialwert angekauft. Fragen Sie deshalb immer nach dem Preis je Gramm Feingold, nicht nur nach einer Gesamtsumme.

Welcher Stempel welchen Goldanteil bedeutet, zeigt die folgende Übersicht:

PunzeKaratFeingoldTypisch für
3338 Karat33,3 %einfacher Schmuck, ältere Ketten und Anhänger
3759 Karat37,5 %Ringe und Schmuck aus Großbritannien
58514 Karat58,5 %Trauringe, Ketten, Armbänder
75018 Karat75,0 %Juwelierschmuck und Uhrengehäuse
90021,6 Karat90,0 %historische Münzen wie Goldmark und Vreneli
91622 Karat91,6 %Krügerrand, Sovereign, Schmuck aus Südasien
98623,6 Karat98,6 %österreichische Dukaten
99924 Karat99,9 %Barren und Anlagemünzen wie Philharmoniker oder Maple Leaf

Feingehalt in Tausendstel, gerundet. Maßgeblich ist die Prüfung des Ankäufers.

Vor Ort oder per Post verkaufen?

Ob Laden oder Versand: Der Materialwert ist derselbe, unterschiedlich sind nur Ablauf und Kosten. Beim Versand kommen Porto und Versicherung hinzu, die manche Ankäufer übernehmen.

Für Verkäufer aus der Region, kann beides kombinieren: erst ein Angebot per Post einholen und dann vor Ort vergleichen. So wird schnell sichtbar, ob ein Angebot fair ist.

Nachlass und Haushaltsauflösung

Nach einem Todesfall stehen Erben oft vor einer Schatulle, deren Inhalt niemand genau kennt. Nehmen Sie sich Zeit: Gold verliert nicht an Wert, weil es länger liegt, und Entscheidungen unter Druck sind selten gut.

Sinnvoll ist eine Aufstellung aller Stücke mit Foto, Gewicht und Punze. Mehrere Erben können so gemeinsam entscheiden, welche Stücke bleiben und welche gehen. Für einen Nachlass, vergleicht am besten Schmelzwert und Wiederverkaufswert.

Vor dem Termin

Etwas Vorbereitung zahlen sich beim Goldverkauf fast immer aus:

  • Ausweis nicht vergessen.
  • Punzen bei gutem Licht prüfen und nach Feingehalt sortieren.
  • Zertifikate, Rechnungen und Etuis heraussuchen.
  • Jede Gruppe wiegen und das Gewicht aufschreiben.
  • Am Tag des Verkaufs den aktuellen Goldpreis prüfen.

Wer seine Zahlen kennt, verhandelt auf Augenhöhe und nimmt nicht das erstbeste Angebot.

Bruchgold verkaufen: auch kleine Mengen zählen

Zahnersatz, Bruchstücke und lose Glieder sammeln sich in vielen Haushalten an. Auf eine große Menge zu warten, ist nicht nötig: Entscheidend ist der Tageskurs, nicht die Menge. Allerdings rechnen sich Wege in die Innenstadt eher bei einem größeren Bestand.

Für Verkäufer aus der Region heißt das: erst sortieren und wiegen, dann vergleichen. Eine einfache Küchenwaage mit Grammanzeige reicht für die erste Schätzung, den Feingoldgehalt rechnet die Prüfbank weiter unten aus.

Silberbesteck, Platinschmuck und Palladium

Viele Ankäufer nehmen neben Gold auch Silber, Platin und Palladium. Silberbesteck ist meist mit 800 oder 925 gestempelt, versilbertes dagegen mit Auflagezahlen wie 90 oder 100. Für Versilbertes gibt es kaum Geld, echtes Silber wird nach Gewicht bezahlt.

Platinschmuck ist oft mit 950 gestempelt und wird nach eigenem Kurs bewertet, der sich unabhängig vom Gold bewegt. Wer vor Ort gemischte Bestände verkauft, sollte die Metalle getrennt wiegen lassen und für jedes Metall einen eigenen Grammpreis nennen lassen.

So läuft ein Verkauf ab

Wer die einzelnen Schritte kennt, erkennt sofort, wenn etwas fehlt:

  1. Zuhause: Stücke nach Punzen sortieren, Gewicht notieren, Ausweis einpacken.
  2. Analyse: Der Ankäufer bestimmt vor Ihren Augen den Feingehalt, per Strichprobe oder Röntgenfluoreszenz.
  3. Wiegen: Jede Legierung einzeln, Steine und Fremdteile werden abgezogen.
  4. Preis: Sie erhalten den Preis je Gramm und den Gesamtbetrag, am besten schriftlich.
  5. Abschluss: Erst wenn Sie zustimmen, folgen Ankaufsbeleg, Ausweiskontrolle und Auszahlung bar oder per Überweisung.

Checkliste für den Ankauf

Bevor Sie vor Ort unterschreiben, lohnt ein Blick auf diese Liste:

  • Ausweiskontrolle und Ankaufsbuch gehören dazu.
  • Die Prüfung findet vor Ihren Augen statt.
  • Er nennt den Grammpreis und den Tageskurs, auf den er sich bezieht.
  • Gewogen wird auf einer geeichten Waage mit sichtbarer Anzeige.
  • Sie dürfen ablehnen, ohne dass Kosten entstehen.

Bei Hotelaktionen und Haustürangeboten fehlen diese Punkte häufig: Zeit, Vergleich und ein Ansprechpartner, der auch später noch erreichbar ist.

Das Fazit

Ob ein einzelnes Schmuckstück oder ein ganzer Nachlass: Beim Goldankauf Kitzingen gewinnt, wer vorbereitet kommt. Mit sortierten Stücken, einem Blick auf den Tageskurs und zwei Angeboten zum Vergleich verhandeln Sie auf Augenhöhe.

Vor dem Termin

Mit Zahlen zum Termin

Gewicht, Feingehalt und Tageskurs: Mit diesen drei Zahlen gehen Sie gut vorbereitet in jedes Gespräch. Die Prüfbank rechnet den Feingoldgehalt aus, ohne dass Daten die Seite verlassen.

Die Prüfbank · Rechner

Was ist Ihr Gold wert? Rechnen Sie vor dem Termin nach

Gewicht und Punze ergeben den Feinmetallgehalt. Tragen Sie den Tageskurs je Gramm ein, und das Zertifikat zeigt den Materialwert, von dem ein fairer Ankäufer ausgeht.

Schnellwahl Gold

Das Magazin holt keine Live-Kurse, nichts verlässt diese Seite. Den Tageskurs nennt Ihr Händler oder Ihre Bank, je Gramm und schon nach Feingehalt umgerechnet steht er bei aktuelle altgoldpreise. Tragen Sie ihn hier ein.

Prüfzertifikat

Feingold

31,1g

Feinunzen
1
Bruttogewicht
31,1 g
Feingehalt
999,9 ‰
Reinheit
99,99 %

Ankäufer zahlen bei Altgold unter dem Materialwert und bei Anlagemünzen darüber. Die Spanne ist ihre Marge, und die Beiträge erklären, was fair ist.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen zum Goldverkauf

6 Antworten aus der Redaktion

Muss ich Steuern zahlen, wenn ich Gold verkaufe?

Für Privatpersonen sind Gewinne aus dem Verkauf von Gold nach mehr als einem Jahr Haltedauer steuerfrei. Innerhalb eines Jahres gilt eine jährliche Freigrenze von 1.000 Euro. Im Einzelfall hilft eine Steuerberatung.

Wie prüfe ich in Kitzingen selbst, wie viel Gold in meinem Schmuck steckt?

Suchen Sie nach Stempeln: 333, 585 und 750 stehen für 8, 14 und 18 Karat, 999 für Feingold. Wiegen Sie die Stücke auf einer Feinwaage in Gramm und notieren Sie das Ergebnis. Ein Stempel allein ersetzt keine Prüfung, denn Fälschungen und Vergoldungen existieren. Seriöse Händler prüfen den Gehalt vor Ihren Augen, etwa mit Säuretest oder Röntgenanalyse, und erklären das Ergebnis.

Kann ich ein Angebot ablehnen?

Selbstverständlich. Ein seriöser Ankäufer prüft kostenlos und unverbindlich. Wenn Ihnen das Angebot nicht passt, nehmen Sie Ihr Gold wieder mit, ohne Gebühr und ohne Begründung.

Ist der Verkauf per Post sicher?

Er kann sicher sein, wenn der Versand versichert ist, Sie vor der Auszahlung ein verbindliches Angebot erhalten und Ihr Gold bei Ablehnung kostenlos zurückkommt. Bei wertvollen Einzelstücken spricht vieles für den Termin vor Ort.

Kaufen Goldankäufer auch Silberbesteck an?

Die meisten ja. Echtes Silberbesteck ist mit 800 oder 925 gestempelt und wird nach Gewicht bezahlt. Versilbertes Besteck mit Auflagezahlen wie 90 oder 100 hat dagegen kaum Metallwert.

Lohnt sich ein Vergleich mit Ankäufern in Würzburg oder Schweinfurt?

Ja, ein Vergleich kann sich lohnen. Der Materialwert Ihres Goldes ist hier, in Würzburg und in Schweinfurt derselbe, denn er richtet sich nach dem internationalen Goldkurs. Unterschiedlich sind nur die Konditionen der Ankäufer. Würzburg liegt rund 18 Kilometer entfernt, Schweinfurt rund 36 Kilometer. Bei größeren Mengen rechtfertigt ein besseres Angebot den Weg.

In der Nähe

Ratgeber für die Nachbarorte

Mit Entfernung in Luftlinie. Der Materialwert ist überall gleich, die Konditionen der Ankäufer nicht.

Alle 697 Städte