Gold verkaufen ist keine Kunst, einen fairen Preis zu bekommen dagegen schon. Zwischen zwei Angeboten für dasselbe Schmuckstück liegen nicht selten dreistellige Beträge, und das gilt beim Goldankauf Leimen genauso wie überall in Deutschland. Die Mittelstadt zählt rund 26.800 Einwohner und gehört zum Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg.
aurtaur ist ein Magazin und kein Ankäufer. Es vermittelt nicht und empfiehlt keine einzelnen Händler. Ziel ist, dass Sie Angebote sicher einordnen können, bevor Geld und Gold den Besitzer wechseln.
Was die Stadt für Verkäufer ausmacht
Am Rand der Bergstraße, unmittelbar südlich von Heidelberg, liegt Leimen im Rhein-Neckar-Kreis, eine Stadt mit rund 26.800 Einwohnern. Bekannt ist sie als Heimatort des Tennisspielers Boris Becker, aber auch durch den Weinbau an den Hängen und durch die Zementindustrie, die seit langem Arbeit gibt. Zu Leimen gehören Stadtteile wie St. Ilgen und Gauangelloch, die den Charakter einer Stadt mit mehreren Kernen prägen. Heidelberg, die Universitätsstadt mit großer Innenstadt, liegt nur sieben Kilometer entfernt, Wiesloch sechs, Schwetzingen zehn und Hockenheim elf Kilometer. Wer in der Stadt Gold verkaufen möchte, kann sich also in mehreren Städten kurzfristig Angebote einholen. Zu den üblichen Anlässen zählen ein Nachlass im Haus der Eltern, der Umzug in eine kleinere Wohnung, ein Studentenhaushalt, der aufgelöst wird, oder Schmuck, den niemand mehr trägt. Bruchgold, defekte Ketten und einzelne Ohrringe zählen mit dem, was sie wiegen, und mit dem, was ihr Stempel verrät. Nehmen Sie sich für den Besuch Zeit, ein ordentliches Gespräch braucht keine Eile.
Vom Weltmarkt zum Ankaufstisch: der Goldpreis beim Verkauf
Gold wird weltweit in US-Dollar je Feinunze gehandelt, eine Feinunze entspricht 31,1035 Gramm. Der Londoner Markt ermittelt zweimal am Tag einen Referenzpreis, an dem sich Händler bundesweit orientieren. Umgerechnet in Euro je Gramm und multipliziert mit dem Feingehalt ergibt sich der Materialwert Ihres Schmuckstücks.
Dieser Materialwert ist überall in Deutschland gleich. Unterschiede entstehen erst durch den Abschlag, den ein Ankäufer für Prüfung, Schmelzen, Scheiden und Marge einbehält. Genau diesen Abschlag sollten Sie erfragen, denn er entscheidet über den Auszahlungsbetrag.
Welcher Stempel welchen Goldanteil bedeutet, zeigt die folgende Übersicht:
| Punze | Karat | Feingold | Typisch für |
|---|---|---|---|
| 333 | 8 Karat | 33,3 % | einfacher Schmuck, ältere Ketten und Anhänger |
| 375 | 9 Karat | 37,5 % | Ringe und Schmuck aus Großbritannien |
| 585 | 14 Karat | 58,5 % | der häufigste Schmuckstandard in Deutschland |
| 750 | 18 Karat | 75,0 % | hochwertiger Schmuck, Uhrengehäuse |
| 900 | 21,6 Karat | 90,0 % | historische Münzen wie Goldmark und Vreneli |
| 916 | 22 Karat | 91,6 % | Krügerrand, Sovereign, Schmuck aus Südasien |
| 986 | 23,6 Karat | 98,6 % | Dukaten aus Österreich |
| 999 | 24 Karat | 99,9 % | Goldbarren und moderne Anlagemünzen |
Feingehalt in Tausendstel, gerundet. Maßgeblich ist die Prüfung des Ankäufers.
Bruchgold verkaufen: auch kleine Mengen zählen
Gerissene Ketten, verbogene Ringe, einzelne Ohrstecker: Für den Goldwert ist es gleichgültig, ob ein Schmuckstück noch tragbar ist. Bruchgold wird geschmolzen und geschieden, deshalb zählt allein das Feingold. Wer Bruchgold verkaufen möchte, muss nichts reparieren lassen, das würde nur Geld kosten.
Selbst ein paar Gramm haben ihren Wert, wenn der Ankäufer fair wiegt. Fragen Sie nach einer Waage mit Anzeige zu Ihrer Seite und nach dem Preis je Gramm. Bei sehr kleinen Mengen verlangen manche Ankäufer Pauschalen, klären Sie das vor der Prüfung.
Vor Ort oder per Post verkaufen?
Egal ob Ladengeschäft oder Online-Ankauf: Der Materialwert ist derselbe, unterschiedlich sind nur Ablauf und Kosten. Beim Versand fallen Porto und Versicherung an, die manche Ankäufer übernehmen.
Für Verkäufer aus der Region, kann beides kombinieren: erst ein Angebot per Post einholen und dann vor Ort vergleichen. So wird schnell sichtbar, ob ein Angebot fair ist.
So läuft ein Verkauf ab
Wer die einzelnen Schritte kennt, erkennt sofort, wenn etwas fehlt:
- Sortieren: Schmuck nach Stempeln trennen, unedles Metall aussortieren, das Gewicht grob ermitteln.
- Analyse: Der Ankäufer bestimmt vor Ihren Augen den Feingehalt, per Strichprobe oder Röntgenfluoreszenz.
- Waage: Auf einer geeichten Waage, deren Anzeige Sie sehen können, getrennt nach Feingehalt.
- Angebot: Der Ankäufer nennt Tageskurs, Ankaufsquote und Summe, schriftlich und nachvollziehbar.
- Abschluss: Sie dürfen ablehnen und Ihr Gold wieder mitnehmen, ohne Gebühr und ohne Begründung.
Gold prüfen lassen
Der Stempel ist der erste Anhaltspunkt, aber noch keine Garantie. Seriöse Ankäufer prüfen deshalb selbst: mit Prüfstein und Säure, mit einem Röntgenfluoreszenzgerät oder über die Dichte. Ein RFA-Gerät misst die Legierung zerstörungsfrei und in Sekunden.
Bestehen Sie darauf, dass die Prüfung vor Ihren Augen stattfindet. Schmuck, der zur Prüfung den Raum verlässt, sind ein Grund, den Termin zu beenden. Für einen seriösen Ankäufer ist das selbstverständlich.
Nicht nur Gold: weitere Edelmetalle
Viele Ankäufer nehmen neben Gold auch Silber, Platin und Palladium. Silberbesteck ist meist mit 800 oder 925 gestempelt, versilbertes dagegen mit Auflagezahlen wie 90 oder 100. Für Versilbertes gibt es kaum Geld, echtes Silber nach Gewicht.
Platinschmuck ist meist 950er Platin und hat einen eigenen Kurs, der zeitweise unter, zeitweise über dem Goldpreis lag. Bei gemischten Beständen, sollte die Metalle getrennt wiegen lassen und für jedes Metall einen eigenen Grammpreis nennen lassen.
Seriös oder nicht: die Prüfliste
Bevor Sie vor Ort unterschreiben, gehen Sie diese Punkte durch:
- Der Preis je Gramm Feingold wird genannt, nicht nur eine Pauschale.
- Sie bekommen einen schriftlichen Beleg mit Gewicht, Feingehalt und Preis.
- Sie dürfen ablehnen, ohne dass Kosten entstehen.
- Er fragt nach Ihrem Ausweis, das ist ein gutes Zeichen.
- Gewogen wird auf einer geeichten Waage mit sichtbarer Anzeige.
Bei Hotelaktionen und Haustürangeboten fehlen diese Punkte häufig: Zeit, Vergleich und ein Ansprechpartner, der morgen noch erreichbar ist.
Was rechtlich gilt
Ein Ausweis gehört zu jedem Goldverkauf, auch beim Goldverkauf. Das Geldwäschegesetz verpflichtet Händler, bei Bargeschäften mit Edelmetallen ab 2.000 Euro die Identität festzustellen, und viele seriöse Betriebe fragen grundsätzlich danach.
Steuerlich gilt für Privatpersonen: Gewinne aus dem Verkauf von Gold sind nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr steuerfrei. Bei kürzerer Haltedauer bleibt der Gewinn steuerfrei, solange alle privaten Veräußerungsgewinne eines Jahres unter 1.000 Euro liegen. Erben übernehmen die Haltedauer des Erblassers.
Fazit
Ob ein einzelnes Schmuckstück oder ein ganzer Nachlass: Beim Goldankauf Leimen gewinnt, wer vorbereitet kommt. Mit sortierten Stücken, einem Blick auf den Tageskurs und zwei Angeboten zum Vergleich verhandeln Sie auf Augenhöhe.


