Gold vergisst nichts: Eine Kette aus den Siebzigern enthält heute noch genau so viel Feingold wie am Tag seiner Herstellung. Gewandelt hat sich nur der Preis, und der liegt heute weit über dem Niveau früherer Jahrzehnte. Für Haushalte vor Ort ist das ein guter Anlass, beim Goldankauf Lindau (Bodensee) nicht das erstbeste Angebot zu nehmen. Rund 25.700 Menschen leben hier. Die Stadt gehört zum gleichnamigen Landkreis in Bayern. Die erste urkundliche Nennung stammt aus dem Jahr 882.
Die Kapitel dieser Seite erklären Preisbildung, Feingehalte, Prüfverfahren und den Ablauf vor Ort. Ergänzt wird das durch Hinweise zu Steuern, Ausweispflicht und Nachlässen sowie Antworten auf die häufigsten Fragen.
Was die Stadt für Verkäufer ausmacht
Die Altstadt von Lindau liegt auf einer Insel im Bodensee, mit Hafen, Leuchtturm und dem Löwen an der Hafeneinfahrt, und die Stadt wird als Ort im Jahr 882 erstmals erwähnt. Rund 25.700 Menschen leben in der Stadt im gleichnamigen Landkreis, an der Grenze zu Österreich und nicht weit von der Schweiz. Gäste aus aller Welt, die jährliche Tagung der Nobelpreisträger und der Tourismus bestimmen das Leben auf der Insel. Wer in der Stadt Altgold verkaufen möchte, kann sich auf der Insel oder am Festland umsehen und mit Wangen in 19, Friedrichshafen in 20, Ravensburg in 27 oder Weingarten in 29 Kilometern vergleichen. Die nächste Großstadt Ulm liegt 98 Kilometer entfernt. Häufige Anlässe sind ein Nachlass, die Auflösung einer Ferienwohnung, der Wechsel in den Ruhestand oder Zahngold. Auch Münzen aus Reisen in die Nachbarländer tauchen auf. Bei Legierungen bestimmt der Stempel, welcher Anteil des Gewichts tatsächlich Gold ist. Wer als Gast oder Zweitwohnungsbesitzer verkauft, sollte sich Zeit nehmen und mindestens zwei Angebote vergleichen.
Was Ihr Gold wert ist
Der Goldpreis schwankt von Tag zu Tag, manchmal von Stunde zu Stunde. Ein Angebot von gestern ist deshalb nicht automatisch heute noch gültig. Seriöse Ankäufer nennen den Kurs, auf den sie sich beziehen, und zeigen, wie viel Prozent davon sie zahlen.
Für den Verkauf bedeutet das: Nicht der Ort entscheidet über den Preis, sondern die Konditionen des Ankäufers. Ein Geschäft in bester Innenstadtlage hat andere Kosten als ein Ankäufer im Gewerbegebiet, doch am Ende zählt nur, wie viel Prozent des Materialwerts bei Ihnen ankommen.
Die Punze verrät den Feingehalt. Diese Übersicht zeigt die gängigen Stempel und wofür sie typisch sind:
| Punze | Karat | Feingold | Typisch für |
|---|---|---|---|
| 333 | 8 Karat | 33,3 % | einfacher Schmuck, ältere Ketten und Anhänger |
| 375 | 9 Karat | 37,5 % | britischer und irischer Schmuck |
| 585 | 14 Karat | 58,5 % | Trauringe, Ketten, Armbänder |
| 750 | 18 Karat | 75,0 % | Juwelierschmuck und Uhrengehäuse |
| 900 | 21,6 Karat | 90,0 % | ältere Umlaufmünzen aus Gold |
| 916 | 22 Karat | 91,6 % | Anlagemünzen wie Krügerrand und Sovereign |
| 986 | 23,6 Karat | 98,6 % | österreichische Dukaten |
| 999 | 24 Karat | 99,9 % | Goldbarren und moderne Anlagemünzen |
Feingehalt in Tausendstel, gerundet. Maßgeblich ist die Prüfung des Ankäufers.
Defekter Schmuck, voller Wert
Bruchgold verkaufen ist der klassische Weg, aus nutzlos gewordenem Schmuck Geld zu machen. Vor Ort wie überall gilt: Gut sortiertes Bruchgold lässt sich genauer bewerten. Mischen Sie keine Feingehalte in einem Beutel, sonst rechnet ein vorsichtiger Ankäufer mit dem niedrigsten.
Lotstellen, Federringe und Stahlstifte verringern das Goldgewicht nur wenig, Steine und Perlen dagegen deutlich. Seriöse Ankäufer ziehen sie offen ab oder entfernt sie nach Rücksprache. So bleibt die Rechnung nachvollziehbar.
Nachlass und Haushaltsauflösung
Nach einem Todesfall finden Angehörige oft Schmuck, Münzen und Uhren, von denen niemand weiß, was sie wert sind. Nehmen Sie sich Zeit: Das Gold läuft nicht weg, und Entscheidungen unter Druck sind selten gut.
Sinnvoll ist eine Aufstellung aller Stücke mit Foto, Gewicht und Punze. So können sich mehrere Erben einigen, welche Stücke bleiben und welche gehen. Wer einen Nachlass verkauft, holt am besten Angebote von einem Ankäufer und einem Juwelier ein.
Woran Sie einen seriösen Ankäufer erkennen
Wie seriös ein Ankäufer ist, zeigt sich an wenigen, klaren Merkmalen:
- Ausweiskontrolle und Ankaufsbuch gehören dazu.
- Es gibt keinen Zeitdruck und keine Gebühr fürs Ablehnen.
- Gewogen wird auf einer geeichten Waage mit sichtbarer Anzeige.
- Der Preis je Gramm Feingold wird genannt, nicht nur eine Pauschale.
- Die Prüfung findet vor Ihren Augen statt.
Wenn einer dieser Punkte fehlt, lohnt der Weg zum nächsten Anbieter. Hausbesuche, Ankaufsaktionen in Hotels und Haustürgeschäfte sind kein guter Ort für einen fairen Preis.
Silberbesteck, Platinschmuck und Palladium
Kein Edelmetall liegt in deutschen Haushalten so oft herum wie Silber: Besteck, Becher, Münzen, Schmuck. Sein Preis je Gramm liegt weit unter dem von Gold, deshalb rechnet sich der Verkauf vor allem bei schweren Stücken. Gedenkmünzen der Bundesrepublik sind mindestens ihren Nennwert wert.
Palladium steckt vor allem in Weißgold und Dentallegierungen. Ob Palladium mitbezahlt wird, sollten Sie vorher klären, denn nicht jeder Ankäufer berücksichtigt sie.
Golduhren verkaufen
Golduhren sind ein Sonderfall: Marke, Werk und Erhaltungszustand entscheiden oft mehr als das Gehäuse. Eine Taschenuhr mit 585er Gehäuse kann als Sammlerstück ein Vielfaches des Metallwerts bringen.
Bevor eine Uhr in den Schmelztiegel geht, lohnt eine Einschätzung durch einen Uhrmacher oder Uhrenhändler. Papiere, Box und Servicebelege erhöhen den Wert deutlich. Für reine Modelluhren mit Goldauflage gilt das allerdings nicht.
So läuft ein Verkauf ab
Ein seriöser Termin folgt fast immer demselben Muster, egal in welcher Stadt:
- Vorbereitung: Schmuck nach Stempeln trennen, unedles Metall aussortieren, das Gewicht grob ermitteln.
- Prüfen: Feingehalt und Echtheit werden offen am Tisch bestimmt, nicht im Hinterzimmer.
- Gewicht: Jede Legierung einzeln, Steine und Fremdteile werden abgezogen.
- Preis: Sie erhalten den Preis je Gramm und den Gesamtbetrag, am besten schriftlich.
- Abschluss: Erst wenn Sie zustimmen, folgen Ankaufsbeleg, Ausweiskontrolle und Auszahlung bar oder per Überweisung.
Was rechtlich gilt
Beim Goldverkauf werden Sie nach Ihrem Ausweis gefragt, und das hat seinen Grund. Nach dem Geldwäschegesetz müssen Händler bei Bargeschäften mit Edelmetallen ab 2.000 Euro die Identität feststellen. Viele Ankäufer verlangen den Ausweis unabhängig vom Betrag, auch um gestohlene Ware auszuschließen.
Steuerlich gilt für Privatpersonen: Gewinne aus dem Verkauf von Gold sind nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr steuerfrei. Bei kürzerer Haltedauer gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro für alle privaten Veräußerungsgewinne eines Jahres. Bei geerbtem Gold zählt die Haltedauer des Erblassers mit.
Das Fazit
Ob ein einzelnes Schmuckstück oder ein ganzer Nachlass: Beim Goldankauf Lindau (Bodensee) lohnt sich jede Minute Vorbereitung. Mit sortierten Stücken, einem Blick auf den Tageskurs und zwei Angeboten zum Vergleich sind Sie jedem Ankäufer gewachsen.


