Ratgeber · Bayern

Goldankauf Pfaffenhofen an der Ilm

Materialwert, Feingehalte, Ablauf und Rechte: alles, was Sie wissen sollten, bevor Sie Schmuck, Münzen oder Barren verkaufen.

Die Mittelstadt zählt rund 27.200 Einwohner und liegt in Bayern. Ein einzelner Ohrring ohne Gegenstück, ein Säckchen mit Zahngold: Fast jeder Haushalt besitzt Gold, das niemand mehr trägt. Wer es zu Geld machen will, sucht meist unter dem Stichwort Goldankauf Pfaffenhofen an der Ilm und steht dann vor einer Fülle von Angeboten.

Sie finden hier, wie der Ankaufspreis zustande kommt, welche Feingehalte es gibt, wie ein seriöser Ablauf aussieht und welche Fragen Sie jedem Ankäufer stellen sollten. Die Prüfbank weiter unten rechnet den Feingoldgehalt Ihrer Stücke direkt im Browser.

Stadtporträt aus Sicht des Goldes

Mitten in der Hallertau, dem großen Hopfenanbaugebiet Bayerns, liegt Pfaffenhofen an der Ilm, Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises mit rund 27.200 Einwohnern. Der Hauptplatz mit seinem Rathaus und den bunten Bürgerhäusern ist das Herz der Stadt, und Reste der Stadtmauer erinnern an frühere Zeiten. Landwirtschaft und Hopfenbau haben die Region lange geprägt, heute arbeiten viele Menschen in Ingolstadt oder im Münchner Umland. Wer in der Stadt Altgold verkaufen möchte, hat die Wahl: Freising liegt 23 Kilometer entfernt, Neufahrn 26, Ingolstadt 27 und Unterschleißheim 28 Kilometer. Die Entfernungen sind größer als in einem dicht besiedelten Raum, deshalb lohnt es sich, vorab zu klären, ob eine Prüfung ohne Termin möglich ist. Den Anstoß geben in einer Stadt mit Höfen und Familienbetrieben meist Hofübergaben, Nachlässe, Haushaltsauflösungen oder Zahngold. Auch Eheringe, die nicht mehr getragen werden, tauchen auf. Wer unsicher ist, nimmt eine vertraute Person mit zum Termin, die zuhört und mitrechnet. Gewicht in Gramm und Stempel sind die beiden Angaben, auf die es bei jedem Angebot ankommt.

Was Ihr Gold wert ist

Hinter jedem Angebot steckt eine einfache Rechnung: Bruttogewicht minus Steine und Fremdteile ergibt das Goldgewicht, mal Feingehalt ergibt das Feingold, mal Tageskurs je Gramm ergibt den Materialwert. Ein Armband aus 585er Gold enthält also 58,5 Prozent reines Gold, der Rest ist Legierung aus Silber, Kupfer oder Zink.

Der Betrag, den Sie vor Ort ausgezahlt bekommen, liegt bei Altgold unter diesem Wert, weil das Material erst geschieden werden muss. Bei gängigen Anlagemünzen kann der Ankauf dagegen nah am Materialwert oder sogar darüber liegen. Fragen Sie deshalb immer nach dem Preis je Gramm Feingold, nicht nur nach einer Gesamtsumme.

Welcher Stempel welchen Goldanteil bedeutet, zeigt die folgende Übersicht:

PunzeKaratFeingoldTypisch für
3338 Karat33,3 %preiswerter Alltagsschmuck
3759 Karat37,5 %britischer und irischer Schmuck
58514 Karat58,5 %Trauringe, Ketten, Armbänder
75018 Karat75,0 %hochwertiger Schmuck, Uhrengehäuse
90021,6 Karat90,0 %historische Münzen wie Goldmark und Vreneli
91622 Karat91,6 %Anlagemünzen wie Krügerrand und Sovereign
98623,6 Karat98,6 %Dukaten aus Österreich
99924 Karat99,9 %Barren und Anlagemünzen wie Philharmoniker oder Maple Leaf

Feingehalt in Tausendstel, gerundet. Maßgeblich ist die Prüfung des Ankäufers.

Goldbarren verkaufen

Goldbarren mit Prägung, Feingehalt und Nummer gehören zu den am leichtesten verkäuflichen Edelmetallen. Barren anerkannter Hersteller mit LBMA-Zulassung werden in der Regel ohne Schmelzanalyse angekauft, der Preis liegt nah am Tageskurs.

Lassen Sie Barren im Originalblister, das spart Zeit und Fragen. Barren ohne Nachweis werden dagegen genauer geprüft, mit Röntgenfluoreszenz und manchmal Ultraschall. Das ist üblich und kein Misstrauen gegen Sie.

Nachlass und Haushaltsauflösung

Nicht jedes Erbstück gehört in den Schmelztiegel: Signierte Uhren, Antikschmuck und seltene Münzen können als Ganzes deutlich mehr bringen. Ein Ankäufer, der nur nach Gewicht kauft, vergütet diesen Mehrwert nicht.

Bei geerbtem Gold gilt steuerlich: Die Besitzzeit des Erblassers zählt mit. Liegt der ursprüngliche Kauf über ein Jahr zurück, ist ein Gewinn meist steuerfrei. Im Zweifel hilft eine Steuerberatung vor Ort.

Vor dem Termin

Diese Schritte erledigen Sie am besten zu Hause:

  • Ausweis nicht vergessen.
  • Mit der Prüfbank den Feingoldgehalt ausrechnen.
  • Stempel mit der Lupe lesen und die Stücke nach Feingehalt trennen.
  • Jede Gruppe wiegen und das Gewicht aufschreiben.
  • Den Tageskurs am Morgen des Termins nachsehen.

Wer Gewicht, Feingehalt und Kurs kennt, verhandelt auf Augenhöhe und lässt sich nicht drängen.

Nicht nur Gold: weitere Edelmetalle

Neben Gold kaufen die meisten Ankäufer auch Silber, Platin und Palladium. Silberbesteck trägt oft die Punze 800 oder 925, versilbertes Besteck dagegen Zahlen wie 90 oder 100. Für Versilbertes gibt es kaum Geld, echtes Silber wird nach Gewicht bezahlt.

Platinschmuck ist meist 950er Platin und wird nach eigenem Kurs bewertet, der zeitweise unter, zeitweise über dem Goldpreis lag. Bei gemischten Beständen, sollte die Metalle getrennt wiegen lassen und für jedes Metall einen eigenen Grammpreis nennen lassen.

Echtheit und Punzen verstehen

Die Punze ist der erste Hinweis, aber noch keine Garantie. Seriöse Ankäufer prüfen deshalb selbst: mit der Strichprobe auf dem Prüfstein, mit Röntgenfluoreszenz oder über die Dichte. Ein RFA-Gerät misst die Legierung zerstörungsfrei und in Sekunden.

Bestehen Sie darauf, dass die Prüfung vor Ihren Augen stattfindet. Schmuck, der zur Prüfung den Raum verlässt, sind ein Grund, den Termin zu beenden. Auch vor Ort ist das bei seriösen Ankäufern selbstverständlich.

Schritt für Schritt zum fairen Angebot

Ein seriöser Ankauf folgt fast immer demselben Muster, egal in welcher Stadt:

  1. Zuhause: Stücke nach Punzen sortieren, Gewicht notieren, Ausweis einpacken.
  2. Prüfen: Feingehalt und Echtheit werden offen am Tisch bestimmt, nicht im Hinterzimmer.
  3. Waage: Auf einer geeichten Waage, deren Anzeige Sie sehen können, getrennt nach Feingehalt.
  4. Angebot: Der Ankäufer nennt Tageskurs, Ankaufsquote und Summe, schriftlich und nachvollziehbar.
  5. Entscheiden: Sie dürfen ablehnen und Ihr Gold wieder mitnehmen, ohne Gebühr und ohne Begründung.

Checkliste für den Ankauf

Ob ein Ankäufer seriös arbeitet, zeigt sich an wenigen, klaren Merkmalen:

  • Sie bekommen einen schriftlichen Beleg mit Gewicht, Feingehalt und Preis.
  • Die Prüfung findet vor Ihren Augen statt.
  • Der Preis je Gramm Feingold wird genannt, nicht nur eine Pauschale.
  • Die Waage ist geeicht und die Anzeige für Sie sichtbar.
  • Sie dürfen ablehnen, ohne dass Kosten entstehen.

Bei Hotelaktionen und Haustürangeboten fehlt oft genau das: Zeit, Vergleich und ein Ansprechpartner, der auch später noch erreichbar ist.

Fazit

Für den Goldankauf Pfaffenhofen an der Ilm gilt: Vorbereitung schlägt Zufall. Wer Gewicht, Feingehalt und Tageskurs kennt, Angebote vergleicht und auf eine offene Prüfung besteht, verkauft sein Gold zu einem fairen Preis. Und wer unsicher ist, nimmt sein Gold einfach wieder mit.

Vor dem Termin

Bevor Sie verkaufen

Wiegen Sie Ihre Stücke, lesen Sie die Punze und tragen Sie beides in die Prüfbank ein. Mit dem Materialwert im Kopf erkennen Sie sofort, ob ein Angebot fair ist.

Die Prüfbank · Rechner

Was ist Ihr Gold wert? Rechnen Sie vor dem Termin nach

Gewicht und Punze ergeben den Feinmetallgehalt. Tragen Sie den Tageskurs je Gramm ein, und das Zertifikat zeigt den Materialwert, von dem ein fairer Ankäufer ausgeht.

Schnellwahl Gold

Das Magazin holt keine Live-Kurse, nichts verlässt diese Seite. Den Tageskurs nennt Ihr Händler oder Ihre Bank, je Gramm und schon nach Feingehalt umgerechnet steht er bei aktuelle altgoldpreise. Tragen Sie ihn hier ein.

Prüfzertifikat

Feingold

31,1g

Feinunzen
1
Bruttogewicht
31,1 g
Feingehalt
999,9 ‰
Reinheit
99,99 %

Ankäufer zahlen bei Altgold unter dem Materialwert und bei Anlagemünzen darüber. Die Spanne ist ihre Marge, und die Beiträge erklären, was fair ist.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen zum Goldverkauf

6 Antworten aus der Redaktion

Was ist der Unterschied zwischen Ankäufer und Juwelier?

Ein Ankäufer bewertet das Metall, ein Juwelier auch das Schmuckstück. Für Bruchgold und einfache Ketten genügt der Materialwert, bei Markenschmuck und Antiquitäten lohnt der Vergleich.

Ist es bei einer Hofübergabe in Pfaffenhofen an der Ilm sinnvoll, Altgold gleich mitzubewerten?

Bei einer Hofübergabe oder einem Nachlass lohnt es sich, Schmuck, Münzen und Besteck vorab zu sortieren und getrennt zu betrachten. Altgold können Sie unabhängig vom Rest verkaufen, besondere Stücke sollten Sie begutachten lassen. Holen Sie in der Stadt und in Ingolstadt oder Freising je ein Angebot ein und besprechen Sie in der Familie, was bleibt.

Ist der Goldpreis in manchen Städten höher als in anderen?

Nein. Der Goldpreis ist ein Weltmarktpreis und überall in Deutschland gleich. Unterschiede entstehen nur durch die Konditionen der Ankäufer, also durch den Anteil des Materialwerts, den sie auszahlen.

Wie prüfen Ankäufer, ob Gold echt ist?

Üblich sind die Strichprobe mit Prüfstein und Säure, die zerstörungsfreie Röntgenfluoreszenz und die Dichtemessung. Bestehen Sie darauf, dabei zu sein. Ein Magnet zu Hause sortiert unedle Stücke vorab aus.

Wie gehe ich mit Gold aus einem Nachlass vor?

Erstellen Sie eine Liste mit Foto, Gewicht und Punze jedes Stücks, trennen Sie Schmelzware von Markenstücken und holen Sie Angebote von Ankäufer und Juwelier ein. Bei geerbtem Gold zählt die Haltedauer des Erblassers für die Steuer mit.

Lohnt sich ein Vergleich mit Ankäufern in Freising oder Ingolstadt?

Das kann sinnvoll sein. Der Materialwert Ihres Goldes ist hier, in Freising und in Ingolstadt derselbe, weil er am Weltmarktpreis hängt. Unterschiedlich sind nur die Konditionen der Ankäufer. Freising liegt rund 23 Kilometer entfernt, Ingolstadt rund 27 Kilometer. Bei größeren Posten kann der Weg sich rechnen, bei wenigen Gramm eher nicht.

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Mit Entfernung in Luftlinie. Der Materialwert ist überall gleich, die Konditionen der Ankäufer nicht.

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