Wer vor Ort Altgold verkaufen möchte, hat zwei Möglichkeiten: das erste Angebot annehmen oder vorher wissen, was das Gold wert ist. Die Seite zum Goldankauf Rodgau hilft bei der zweiten Variante. Die Stadt gehört zum Landkreis Offenbach in Hessen und hat rund 45.000 Einwohner.
Sie finden hier, wie der Ankaufspreis zustande kommt, welche Feingehalte es gibt, wie ein seriöser Ablauf aussieht und welche Fragen Sie vor jedem Abschluss stellen sollten. Ein Rechner weiter unten ermittelt den Feingoldgehalt Ihrer Stücke ohne Anmeldung.
Gold und Schmuck vor Ort
Fünf Ortsteile, eine Stadt: Rodgau ging in den 1970er Jahren aus mehreren selbstständigen Gemeinden hervor, darunter Jügesheim, Dudenhofen, Nieder-Roden, Hainhausen und Weiskirchen. Bis heute hat jeder Ortsteil sein eigenes Zentrum und sein eigenes Vereinsleben. Die Stadt im Landkreis Offenbach liegt im Rhein-Main-Gebiet und ist durch die S-Bahn direkt mit Frankfurt verbunden, Offenbach ist nur zwölf Kilometer entfernt. Die Stadt ist damit vor allem Wohnstadt für Berufspendler, mit Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Gewerbegebieten am Rand. Viele Familien leben hier seit Jahrzehnten im eigenen Haus. Bei einem Generationenwechsel, einem Umzug oder einer Haushaltsauflösung kommen Ringe, Ketten und Zahngold zum Vorschein. Wer in der Stadt Gold verkaufen möchte, sollte zunächst das Gewicht und den Stempel jedes Stücks notieren. Der Vergleich von Angeboten fällt leicht, weil Seligenstadt, Rödermark, Obertshausen und Dietzenbach ebenfalls nah liegen. Auch eine Fahrt nach Offenbach oder Frankfurt bietet sich an. Lassen Sie sich Rechenweg und Auszahlung genau erklären, bevor Sie zustimmen. Wer unsicher ist, nimmt eine vertraute Person als Begleitung zum Termin mit.
Was Ihr Gold wert ist
Die Rechnung ist einfacher, als viele denken: Bruttogewicht minus Steine und Fremdteile ergibt das Goldgewicht, mal Feingehalt ergibt das Feingold, mal Tageskurs je Gramm ergibt den Materialwert. Ein Armband aus 585er Gold enthält also 58,5 Prozent reines Gold, der Rest sind Silber, Kupfer und andere Metalle.
Der Betrag, den Sie vor Ort ausgezahlt bekommen, liegt bei Altgold unter diesem Wert, weil das Material erst geschieden werden muss. Bei gängigen Anlagemünzen kann der Ankauf dagegen nah am Materialwert oder sogar darüber liegen. Fragen Sie deshalb immer nach dem Preis je Gramm Feingold, nicht nur nach einer Gesamtsumme.
Die Punze verrät den Feingehalt. Diese Übersicht zeigt die gängigen Stempel und wofür sie typisch sind:
| Punze | Karat | Feingold | Typisch für |
|---|---|---|---|
| 333 | 8 Karat | 33,3 % | einfacher Schmuck, ältere Ketten und Anhänger |
| 375 | 9 Karat | 37,5 % | Ringe und Schmuck aus Großbritannien |
| 585 | 14 Karat | 58,5 % | der häufigste Schmuckstandard in Deutschland |
| 750 | 18 Karat | 75,0 % | Juwelierschmuck und Uhrengehäuse |
| 900 | 21,6 Karat | 90,0 % | ältere Umlaufmünzen aus Gold |
| 916 | 22 Karat | 91,6 % | Anlagemünzen wie Krügerrand und Sovereign |
| 986 | 23,6 Karat | 98,6 % | österreichische Dukaten |
| 999 | 24 Karat | 99,9 % | Goldbarren und moderne Anlagemünzen |
Feingehalt in Tausendstel, gerundet. Maßgeblich ist die Prüfung des Ankäufers.
Zahngold verkaufen
Zahngold ist ein unterschätzter Posten, weil die Stücke klein und unscheinbar sind. Der Feingehalt schwankt allerdings stark: Es gibt hochgoldhaltige Legierungen, andere enthalten nur wenig Gold. Eine Pauschale je Gramm wird dem selten gerecht.
Sammeln Sie Zahngold getrennt vom Schmuck und bringen Sie es ungereinigt zum Termin. Beim Verkauf vor Ort, sollte nach der Methode der Bewertung fragen: Schmelzprobe, Röntgenfluoreszenz oder Schätzung.
Vor Ort oder per Post verkaufen?
Viele Ankäufer bieten neben dem Ladengeschäft auch den Verkauf per Post an. Bequem ist das, aber Sie geben das Gold aus der Hand. Wichtig sind versicherter Versand, ein verbindliches Angebot und die kostenlose Rücksendung bei Ablehnung.
Der Ankauf vor Ort hat einen Vorteil: Sie sehen die Prüfung, können sofort nachfragen und entscheiden in Ruhe. Für größere Posten und Erbstücke ist das meist der bessere Weg.
Der Ablauf in fünf Schritten
Wer weiß, was beim Termin passiert, merkt schnell, wenn ein Schritt übersprungen wird:
- Zuhause: Stücke nach Punzen sortieren, Gewicht notieren, Ausweis einpacken.
- Prüfen: Feingehalt und Echtheit werden offen am Tisch bestimmt, nicht im Hinterzimmer.
- Wiegen: Jede Legierung einzeln, Steine und Fremdteile werden abgezogen.
- Angebot: Sie erhalten den Preis je Gramm und den Gesamtbetrag, am besten schriftlich.
- Auszahlung: Erst wenn Sie zustimmen, folgen Ankaufsbeleg, Ausweiskontrolle und Auszahlung bar oder per Überweisung.
Goldbarren zu Geld machen
Goldbarren mit Prägung, Feingehalt und Nummer gehören zu den am leichtesten verkäuflichen Edelmetallen. Barren anerkannter Hersteller mit LBMA-Zulassung werden in der Regel ohne Schmelzanalyse angekauft, der Abschlag fällt gering aus.
Lassen Sie Barren im Originalblister, so entfällt jede Diskussion über Echtheit. Barren ohne Nachweis werden dagegen genauer geprüft, mit Röntgenfluoreszenz und manchmal Ultraschall. Das ist üblich und kein Misstrauen gegen Sie.
Nachlass und Haushaltsauflösung
Bei einer Haushaltsauflösung finden Angehörige oft Schmuck, Münzen und Uhren, deren Inhalt niemand genau kennt. Lassen Sie sich Zeit: Das Gold läuft nicht weg, und übereilte Verkäufe bereut man oft.
Sinnvoll ist eine Aufstellung aller Stücke mit Foto, Gewicht und Punze. So können sich mehrere Erben einigen, welche Stücke bleiben und welche gehen. Für einen Nachlass, holt am besten Angebote von einem Ankäufer und einem Juwelier ein.
Gut vorbereitet zum Termin
Etwas Vorbereitung bringen beim Verkauf oft mehr als jede Verhandlung:
- Stempel mit der Lupe lesen und die Stücke nach Feingehalt trennen.
- Gewicht je Gruppe mit einer Küchen- oder Briefwaage notieren.
- Den Materialwert mit dem Rechner auf dieser Seite überschlagen.
- Am Tag des Verkaufs den aktuellen Goldpreis prüfen.
- Ausweis nicht vergessen.
Wer seine Zahlen kennt, verhandelt auf Augenhöhe und nimmt nicht das erstbeste Angebot.
Rechtliches zum Goldverkauf
Beim Goldverkauf werden Sie nach Ihrem Ausweis gefragt, und das hat seinen Grund. Nach dem Geldwäschegesetz müssen Händler bei Bargeschäften mit Edelmetallen ab 2.000 Euro die Identität feststellen. Viele Ankäufer verlangen den Ausweis bei jedem Ankauf, schon weil sie ein Ankaufsbuch führen.
Wer Gold länger als ein Jahr besessen hat, verkauft es als Privatperson steuerfrei. Innerhalb eines Jahres gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro für private Veräußerungsgewinne. Für Sonderfälle ist eine Steuerberatung zuständig, vor allem bei großen Beständen.
Unterm Strich
Unterm Strich ist der Goldankauf Rodgau eine Frage der Konditionen, nicht an der Lage des Geschäfts. Den Materialwert legt der Weltmarkt fest, den Abschlag der Händler. Wer beides im Blick behält, verkauft gut, vom einzelnen Ring bis zum ganzen Nachlass.


