Altgold wird jeden Tag verkauft, vor Ort nicht anders als anderswo. Wer sich vor dem Termin zehn Minuten Zeit nimmt, verkauft in aller Regel besser. Was dabei zählt, fasst dieser Ratgeber zum Goldankauf Senden (Bayern) zusammen. Die Stadt gehört zum Landkreis Neu-Ulm in Bayern und hat rund 23.700 Einwohner.
Sie finden hier, wie der Ankaufspreis zustande kommt, welche Feingehalte es gibt, wie ein seriöser Ablauf aussieht und welche Fragen Sie jedem Ankäufer stellen sollten. Die Prüfbank weiter unten rechnet den Feingoldgehalt Ihrer Stücke direkt im Browser.
Was die Stadt für Verkäufer ausmacht
Senden (Bayern) im Landkreis Neu-Ulm liegt nahe der Iller und der Grenze zu Baden-Württemberg und ist nicht mit Senden in Westfalen zu verwechseln. Die Stadt gehört zum Ballungsraum der Doppelstadt Ulm und Neu-Ulm, deren Zentrum nur neun Kilometer entfernt liegt. Ulm ist durch das Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt, die Universität und die Wissenschaftsstadt bekannt, Neu-Ulm liegt auf bayerischer Seite. Viele Einwohner pendeln nach Ulm, junge Familien und Ruheständler leben nebeneinander, und Senden ist ein gefragter Wohnort; die Ortsteile Ay und Aufheim prägen die Stadt, die gut an Bahn und Autobahn angebunden ist. Wer in der Stadt beim Aufräumen auf alte Eheringe und Ketten stößt und Altgold verkaufen will, hat die Fachgeschäfte der Doppelstadt nah: Neu-Ulm liegt sieben, Ulm neun, Laupheim 16 und Günzburg 22 Kilometer entfernt. Fragen Sie nach dem Preis pro Gramm Feingold und verlangen Sie eine schriftliche Abrechnung. Die Landesgrenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg spielt dabei keine Rolle.
So entsteht der Ankaufspreis
Gold wird weltweit in US-Dollar je Feinunze gehandelt, eine Feinunze entspricht 31,1035 Gramm. Der Londoner Markt ermittelt zweimal am Tag einen Referenzpreis, auf den sich Händler in ganz Europa beziehen. Umgerechnet in Euro je Gramm und multipliziert mit dem Feingehalt ergibt sich der Materialwert Ihres Schmuckstücks.
Dieser Materialwert ist überall in Deutschland gleich. Unterschiede entstehen erst durch den Abschlag, den ein Ankäufer für Analyse, Transport zur Scheideanstalt und seinen Verdienst einbehält. Genau diesen Abschlag sollten Sie erfragen, denn er entscheidet über den Auszahlungsbetrag.
Bevor Sie ein Angebot einholen, lohnt der Blick auf die Punze. Die gängigen Feingehalte im Überblick:
| Punze | Karat | Feingold | Typisch für |
|---|---|---|---|
| 333 | 8 Karat | 33,3 % | einfacher Schmuck, ältere Ketten und Anhänger |
| 375 | 9 Karat | 37,5 % | Ringe und Schmuck aus Großbritannien |
| 585 | 14 Karat | 58,5 % | Trauringe, Ketten, Armbänder |
| 750 | 18 Karat | 75,0 % | hochwertiger Schmuck, Uhrengehäuse |
| 900 | 21,6 Karat | 90,0 % | historische Münzen wie Goldmark und Vreneli |
| 916 | 22 Karat | 91,6 % | Anlagemünzen wie Krügerrand und Sovereign |
| 986 | 23,6 Karat | 98,6 % | Dukaten aus Österreich |
| 999 | 24 Karat | 99,9 % | Goldbarren und moderne Anlagemünzen |
Feingehalt in Tausendstel, gerundet. Maßgeblich ist die Prüfung des Ankäufers.
Zahngold zu Geld machen
Kronen, Brücken und Inlays aus Gold bleiben nach einer Behandlung oft in der Praxis zurück. Sie gehören den Patienten und dürfen verkauft werden. Dentallegierungen enthalten oft auch Platin, Palladium und Silber, die beim Ankauf mitbewertet werden sollten.
Keramikverblendungen und Zahnreste sind kein Edelmetall und werden beim Wiegen abgezogen oder geschätzt. Seriöse Ankäufer bewerten Zahngold nach einer Analyse, vor allem bei größeren Mengen. Fragen Sie vor Ort gezielt danach, ob Platin und Palladium vergütet werden.
Ankauf im Laden oder per Versand
Neben dem Ankauf im Laden gibt es den Versand an einen Online-Ankäufer. Bequem ist das, aber Sie geben das Gold aus der Hand. Wichtig sind versicherter Versand, ein verbindliches Angebot und die kostenlose Rücksendung bei Ablehnung.
Der klassische Ankauf im Laden hat einen Vorteil: Sie sehen die Prüfung, können direkt nachfragen und entscheiden in Ruhe. Gerade bei Erbstücken und größeren Mengen ist das ein Argument.
Woran Sie einen seriösen Ankäufer erkennen
Vor jedem Abschluss, lohnt ein Blick auf diese Liste:
- Der Preis je Gramm Feingold wird genannt, nicht nur eine Pauschale.
- Sie dürfen ablehnen, ohne dass Kosten entstehen.
- Er prüft offen am Tisch, nicht im Nebenraum.
- Sie bekommen einen schriftlichen Beleg mit Gewicht, Feingehalt und Preis.
- Ausweiskontrolle und Ankaufsbuch gehören dazu.
Bei Ankäufen auf Durchreise und an der Haustür fehlt oft genau das: Zeit, Vergleich und ein Ansprechpartner, der morgen noch erreichbar ist.
Golduhren verkaufen
Golduhren sind ein Sonderfall: Marke, Werk und Erhaltungszustand entscheiden oft mehr als das Gehäuse. Eine Taschenuhr mit 585er Gehäuse kann als Sammlerstück ein Vielfaches des Metallwerts bringen.
Bevor eine Uhr in den Schmelztiegel geht, sollte ein Uhrmacher oder Fachhändler einen Blick darauf werfen. Box, Papiere und Revisionsnachweise steigern den Preis spürbar. Vergoldete Uhren ohne Markenwert bringen dagegen kaum etwas.
Silber, Platin und Palladium
Kein Edelmetall liegt in deutschen Haushalten so oft herum wie Silber: Besteck, Becher, Münzen, Schmuck. Sein Preis je Gramm liegt weit unter dem von Gold, deshalb rechnet sich der Verkauf vor allem bei schweren Stücken. Silberne Gedenkmünzen sind mindestens ihren Nennwert wert.
Palladium steckt vor allem in Weißgold und Dentallegierungen. Ob Palladium mitbezahlt wird, sollten Sie vorher klären, denn nicht jeder Ankäufer berücksichtigt sie.
So läuft ein Verkauf ab
Wer die einzelnen Schritte kennt, merkt schnell, wenn ein Schritt übersprungen wird:
- Vorbereiten: Stücke nach Punzen sortieren, Gewicht notieren, Ausweis einpacken.
- Prüfung: Feingehalt und Echtheit werden offen am Tisch bestimmt, nicht im Hinterzimmer.
- Wiegen: Auf einer geeichten Waage, deren Anzeige Sie sehen können, getrennt nach Feingehalt.
- Angebot: Der Ankäufer nennt Tageskurs, Ankaufsquote und Summe, schriftlich und nachvollziehbar.
- Entscheiden: Sie dürfen ablehnen und Ihr Gold wieder mitnehmen, ohne Gebühr und ohne Begründung.
Was rechtlich gilt
Ein Ausweis gehört zu jedem Goldverkauf, auch beim Goldverkauf. Das Geldwäschegesetz verpflichtet Händler, bei Bargeschäften mit Edelmetallen ab 2.000 Euro die Identität festzustellen, und viele seriöse Betriebe fragen grundsätzlich danach.
Steuerlich gilt für Privatpersonen: Gewinne aus dem Verkauf von Gold sind nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr steuerfrei. Bei kürzerer Haltedauer gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro für alle privaten Veräußerungsgewinne eines Jahres. Bei geerbtem Gold zählt die Haltedauer des Erblassers mit.
Unterm Strich
Am Ende hängt der Goldverkauf an den Konditionen des Ankäufers, nicht an der Lage des Geschäfts. Der Weltmarkt bestimmt den Wert, der Händler den Abschlag. Wer beides kennt, verkauft souverän, ob Ring, Münze oder ganzer Nachlass.


