Der Wert Ihres Goldes wird nicht am Ladentisch festgelegt, sondern an den Edelmetallbörsen der Welt. Vor Ort entscheidet sich nur, wie viel davon bei Ihnen ankommt. Genau darum geht es auf dieser Seite zum Goldankauf Siegen: um die Strecke zwischen Börsenkurs und Bargeld. Rund 102.000 Menschen leben hier. Die Stadt liegt in Nordrhein-Westfalen und liegt an der Sieg.
aurtaur ist ein Magazin und kauft selbst kein Gold an. Es vermittelt nicht und empfiehlt keine einzelnen Händler. Ziel ist, dass Sie Angebote sicher einordnen können, bevor Sie unterschreiben.
Stadtporträt aus Sicht des Goldes
Siegen, Kreisstadt von Siegen-Wittgenstein, liegt im Siegerland am Fluss Sieg und ist die Geburtsstadt von Peter Paul Rubens, dem großen Maler des Barock, der 1577 hier zur Welt kam. Die Stadt ist von Hügeln umgeben, das Obere und das Untere Schloss prägen die Silhouette, und die Nikolaikirche mit ihrer markanten Krone ist ein Wahrzeichen. Die Region war über Jahrhunderte durch Erzbergbau und Hüttenwesen bekannt, vor allem durch Eisenerz. Die Universität Siegen macht die Stadt zum Studienort. Wer in der Stadt Gold verkaufen möchte, hat Anlässe wie Nachlässe, das Ende des Studiums, Umzüge oder den Ruhestand. Als Mittelzentrum in Südwestfalen ziehen die Geschäfte auch Menschen aus den umliegenden Tälern an. Netphen liegt 7 Kilometer entfernt, Kreuztal 10, Olpe 21 und Dillenburg in Hessen 25 Kilometer. Die Täler und Höhenzüge machen manche Wege länger, deshalb lohnt es sich, Termine zu planen und vorab zu klären, ob sich der Besuch lohnt. Lassen Sie Gewicht und Feingehalt immer nennen und halten Sie die Ergebnisse fest.
Wie der Ankaufspreis zustande kommt
Gold wird weltweit in US-Dollar je Feinunze gehandelt, eine Feinunze entspricht 31,1035 Gramm. Zweimal täglich legt der Londoner Markt einen Referenzpreis fest, an dem sich Händler bundesweit orientieren. Umgerechnet in Euro je Gramm und multipliziert mit dem Feingehalt ergibt sich der Materialwert Ihres Schmuckstücks.
Dieser Materialwert ist überall in Deutschland gleich. Unterschiede entstehen erst durch den Abschlag, den ein Ankäufer für Prüfung, Schmelzen, Scheiden und Marge einbehält. Genau diesen Abschlag sollten Sie erfragen, denn er entscheidet über den Auszahlungsbetrag.
Bevor Sie ein Angebot einholen, lohnt der Blick auf die Punze. Die gängigen Feingehalte im Überblick:
| Punze | Karat | Feingold | Typisch für |
|---|---|---|---|
| 333 | 8 Karat | 33,3 % | einfacher Schmuck, ältere Ketten und Anhänger |
| 375 | 9 Karat | 37,5 % | britischer und irischer Schmuck |
| 585 | 14 Karat | 58,5 % | Trauringe, Ketten, Armbänder |
| 750 | 18 Karat | 75,0 % | Juwelierschmuck und Uhrengehäuse |
| 900 | 21,6 Karat | 90,0 % | ältere Umlaufmünzen aus Gold |
| 916 | 22 Karat | 91,6 % | Krügerrand, Sovereign, Schmuck aus Südasien |
| 986 | 23,6 Karat | 98,6 % | österreichische Dukaten |
| 999 | 24 Karat | 99,9 % | Barren und Anlagemünzen wie Philharmoniker oder Maple Leaf |
Feingehalt in Tausendstel, gerundet. Maßgeblich ist die Prüfung des Ankäufers.
Altgold verkaufen: was zählt
Viele Verkäufer unterschätzen, wie unterschiedlich Altschmuck legiert ist. Ein schwerer Ring aus 333er Gold bringt unter Umständen weniger als ein leichter Ring aus 750er Gold. Entscheidend ist der Feingoldanteil, nicht das Gewicht des Stücks allein.
Steine, Perlen und Federringe aus Stahl zählen nicht zum Goldgewicht. Kleine Brillanten werden beim Ankauf nach Gewicht oft gar nicht vergütet; bei größeren Steinen lohnt eine eigene Bewertung. So bekommen Sie für Metall und Steine jeweils, was sie wert sind.
Zahngold: klein, aber wertvoll
Goldkronen, Brücken und Inlays landen nach dem Zahnarztbesuch oft in einer Dose. Sie gehören den Patienten und dürfen verkauft werden. Dentallegierungen enthalten oft auch Platin, Palladium und Silber, was den Wert erhöhen kann.
Keramik, Zahnreste und Kunststoff sind kein Edelmetall und werden beim Wiegen abgezogen oder geschätzt. Seriöse Ankäufer lassen Zahngold analysieren, vor allem bei größeren Mengen. Fragen Sie vor Ort gezielt danach, ob Platin und Palladium vergütet werden.
Rechtliches zum Goldverkauf
Ein Ausweis gehört zu jedem Goldverkauf, auch beim Goldverkauf. Das Geldwäschegesetz verpflichtet Händler, bei Bargeschäften mit Edelmetallen ab 2.000 Euro die Identität festzustellen, und seriöse Ankäufer tun das meist bei jedem Ankauf.
Steuerlich gilt für Privatpersonen: Gewinne aus dem Verkauf von Gold sind nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr steuerfrei. Bei kürzerer Haltedauer bleibt der Gewinn steuerfrei, solange alle privaten Veräußerungsgewinne eines Jahres unter 1.000 Euro liegen. Bei geerbtem Gold zählt die Haltedauer des Erblassers mit.
Golduhren verkaufen
Bei Schmuck großer Marken zahlt der Gebrauchtmarkt oft mehr als der Schmelztiegel. Signaturen, Seriennummern und Originalverpackungen helfen beim Verkauf. Ein reiner Materialankauf zahlt diesen Mehrwert nicht.
Wer vor Ort Markenstücke besitzt, holt am besten zwei Arten von Angeboten ein: den Materialwert beim Ankäufer und den Wiederverkaufswert bei einem Händler für gebrauchte Uhren und Schmuck. Erst dann wird klar, welcher Weg sich lohnt.
Silberbesteck, Platinschmuck und Palladium
Viele Ankäufer nehmen neben Gold auch Silber, Platin und Palladium. Silberbesteck trägt oft die Punze 800 oder 925, versilbertes dagegen mit Auflagezahlen wie 90 oder 100. Versilbertes hat kaum Metallwert, echtes Silber nach Gewicht.
Platinschmuck ist oft mit 950 gestempelt und wird nach eigenem Kurs bewertet, der zeitweise unter, zeitweise über dem Goldpreis lag. Wer vor Ort gemischte Bestände verkauft, sollte die Metalle getrennt wiegen lassen und für jedes Metall einen eigenen Grammpreis nennen lassen.
Schritt für Schritt zum fairen Angebot
Wer die einzelnen Schritte kennt, merkt schnell, wenn ein Schritt übersprungen wird:
- Sortieren: Schmuck nach Stempeln trennen, unedles Metall aussortieren, das Gewicht grob ermitteln.
- Analyse: Der Ankäufer bestimmt vor Ihren Augen den Feingehalt, per Strichprobe oder Röntgenfluoreszenz.
- Gewicht: Jede Legierung einzeln, Steine und Fremdteile werden abgezogen.
- Preis: Sie erhalten den Preis je Gramm und den Gesamtbetrag, am besten schriftlich.
- Entscheiden: Sie dürfen ablehnen und Ihr Gold wieder mitnehmen, ohne Gebühr und ohne Begründung.
Woran Sie einen seriösen Ankäufer erkennen
Vor jedem Abschluss, lohnt ein Blick auf diese Liste:
- Er prüft offen am Tisch, nicht im Nebenraum.
- Ausweiskontrolle und Ankaufsbuch gehören dazu.
- Ein Ankaufsbeleg mit allen Angaben ist selbstverständlich.
- Es gibt keinen Zeitdruck und keine Gebühr fürs Ablehnen.
- Die Waage ist geeicht und die Anzeige für Sie sichtbar.
Bei Hotelaktionen und Haustürangeboten fehlt oft genau das: Zeit, Vergleich und ein Ansprechpartner, der auch später noch erreichbar ist.
Fazit
Mit dem Goldverkauf verhält es sich wie mit jedem anderen Geschäft: Transparenz, Vergleich und Geduld führen zum besten Ergebnis. Sortieren Sie Ihre Stücke, rechnen Sie den Materialwert vorher aus und lassen Sie sich nicht drängen. Dann wird aus der Schublade voller Altgold ein fairer Betrag.


