Wer vor Ort Erbstücke aus Gold abgeben möchte, kann es sich leicht oder richtig machen: das erste Angebot annehmen oder vorher wissen, was das Gold wert ist. Die Seite zum Goldankauf Passau hilft bei der zweiten Variante. Die Mittelstadt an der Donau und am Inn zählt rund 54.000 Einwohner und ist eine kreisfreie Stadt in Bayern.
aurtaur ist ein Magazin und kauft selbst kein Gold an. Hier wird weder vermittelt noch ein bestimmter Händler empfohlen. Ziel ist, dass Sie jedes Angebot nachrechnen können, bevor Sie unterschreiben.
Ein Blick auf die Stadt
Passau liegt dort, wo Donau, Inn und Ilz zusammenfließen, und wird deshalb Dreiflüssestadt genannt. Die Altstadt auf der schmalen Landzunge mit Dom St. Stephan, Rathaus und Veste Oberhaus ist ein Anziehungspunkt für Touristen, und Flusskreuzfahrtschiffe legen am Donauufer an. Die Universität bringt Studierende in die Stadt, im Grenzland zu Österreich prägen Pendler und Handel das Bild. In der Stadt entscheiden sich Studierende nach dem Abschluss, Erben und Menschen vor einem Umzug am häufigsten dazu, Altgold zu verkaufen. Möglichkeiten zum Verkauf finden sich in der Altstadt, etwa rund um die Fußgängerzone Ludwigstraße; Deggendorf liegt siebenundvierzig, Dingolfing einundsiebzig, Straubing dreiundsiebzig Kilometer entfernt, Regensburg gut hundertzehn. Weil die nächsten größeren Städte weit entfernt sind, lohnt sich ein Vergleich meist nur innerhalb Passaus. Wegen der Nähe zu Österreich gilt: Beim Verkauf in Deutschland gelten deutsche Regeln, bei der Mitnahme von Wertgegenständen über die Grenze gelten Zollbestimmungen. Im Sommer wird es in den Gassen eng, und wer lieber in Ruhe entscheidet, wählt einen Werktagsvormittag. Lassen Sie sich Angebote schriftlich geben und nehmen Sie alle Stücke gesammelt mit.
So entsteht der Ankaufspreis
Der Goldpreis bewegt sich laufend, an manchen Tagen um mehrere Prozent. Ein Angebot von gestern kann am Nachmittag schon anders aussehen. Seriöse Ankäufer nennen den Kurs, auf den sie sich beziehen, und rechnen den Abschlag transparent vor.
Für den Verkauf bedeutet das: Nicht der Ort entscheidet über den Preis, sondern die Konditionen des Ankäufers. Mieten, Personal und Prüftechnik fließen in die Kalkulation ein, doch am Ende zählt nur, welcher Anteil des Materialwerts ausgezahlt wird.
Welcher Stempel welchen Goldanteil bedeutet, zeigt die folgende Übersicht:
| Punze | Karat | Feingold | Typisch für |
|---|---|---|---|
| 333 | 8 Karat | 33,3 % | preiswerter Alltagsschmuck |
| 375 | 9 Karat | 37,5 % | britischer und irischer Schmuck |
| 585 | 14 Karat | 58,5 % | der häufigste Schmuckstandard in Deutschland |
| 750 | 18 Karat | 75,0 % | hochwertiger Schmuck, Uhrengehäuse |
| 900 | 21,6 Karat | 90,0 % | historische Münzen wie Goldmark und Vreneli |
| 916 | 22 Karat | 91,6 % | Anlagemünzen wie Krügerrand und Sovereign |
| 986 | 23,6 Karat | 98,6 % | Dukaten aus Österreich |
| 999 | 24 Karat | 99,9 % | Barren und Anlagemünzen wie Philharmoniker oder Maple Leaf |
Feingehalt in Tausendstel, gerundet. Maßgeblich ist die Prüfung des Ankäufers.
Altgold verkaufen: Schmuck, Ringe und Ketten
Oft unterschätzt wird, wie unterschiedlich Altschmuck legiert ist. Ein schwerer Ring aus 333er Gold bringt unter Umständen weniger als ein leichter Ring aus 750er Gold. Maßgeblich ist allein, wie viel reines Gold darin steckt, nicht das Gewicht des Stücks allein.
Edelsteine, Perlen und Verschlüsse aus unedlem Metall werden beim Wiegen abgezogen. Kleine Brillanten bringen beim reinen Materialankauf meist nichts zusätzlich; größere Steine sollten Sie vorher fassen lassen oder getrennt bewerten lassen. So verkaufen Sie vor Ort Gold und Steine jeweils zu ihrem Wert.
Verkaufswege für Ihr Gold
Neben dem Ankauf im Laden gibt es den Versand an einen Online-Ankäufer. Bequem ist das, aber Sie geben das Gold aus der Hand. Achten Sie auf versicherten Versand, ein Angebot vor der Auszahlung und das Recht, Ihr Gold zurückzubekommen.
Der klassische Ankauf im Laden hat einen Vorteil: Sie sehen die Prüfung, können direkt nachfragen und nehmen Ihr Gold wieder mit, wenn das Angebot nicht passt. Gerade bei Erbstücken und größeren Mengen ist das ein Argument.
Der Ablauf in fünf Schritten
Damit der Termin ohne Überraschungen verläuft, hier der übliche Ablauf:
- Sortieren: Schmuck nach Stempeln trennen, unedles Metall aussortieren, das Gewicht grob ermitteln.
- Analyse: Der Ankäufer bestimmt vor Ihren Augen den Feingehalt, per Strichprobe oder Röntgenfluoreszenz.
- Gewicht: Jede Legierung einzeln, Steine und Fremdteile werden abgezogen.
- Rechnung: Der Ankäufer nennt Tageskurs, Ankaufsquote und Summe, schriftlich und nachvollziehbar.
- Abschluss: Sie dürfen ablehnen und Ihr Gold wieder mitnehmen, ohne Gebühr und ohne Begründung.
Zahngold zu Geld machen
Kronen, Brücken und Inlays aus Gold bleiben nach einer Behandlung oft in der Praxis zurück. Sie gehören Ihnen, und Sie können sie verkaufen. Dentallegierungen enthalten oft auch Platin, Palladium und Silber, was den Wert erhöhen kann.
Keramikverblendungen und Zahnreste zählen nicht zum Metall und werden abgeschätzt oder abgezogen. Seriöse Ankäufer lassen Zahngold analysieren, besonders bei größeren Mengen. Fragen Sie danach, ob Platin und Palladium vergütet werden.
Nicht nur Gold: weitere Edelmetalle
Kein Edelmetall liegt in deutschen Haushalten so oft herum wie Silber: Besteck, Becher, Münzen, Schmuck. Sein Preis je Gramm liegt weit unter dem von Gold, deshalb lohnt sich der Verkauf vor allem bei größeren Mengen. Silberne Gedenkmünzen sind mindestens ihren Nennwert wert.
Palladium steckt vor allem in Weißgold und Dentallegierungen. Fragen Sie beim Ankauf vor Ort, ob Palladiumanteile vergütet werden, denn manche Ankäufer zahlen nur den Goldanteil.
Vor dem Termin
Diese Schritte erledigen Sie am besten zu Hause:
- Stempel mit der Lupe lesen und die Stücke nach Feingehalt trennen.
- Zertifikate, Rechnungen und Etuis heraussuchen.
- Personalausweis oder Reisepass einpacken.
- Den Materialwert mit dem Rechner auf dieser Seite überschlagen.
- Den Tageskurs am Morgen des Termins nachsehen.
Wer Gewicht, Feingehalt und Kurs kennt, verhandelt auf Augenhöhe und nimmt nicht das erstbeste Angebot.
Was rechtlich gilt
Ein Ausweis gehört zu jedem Goldverkauf, vor Ort wie überall. Das Geldwäschegesetz verpflichtet Händler, bei Bargeschäften mit Edelmetallen ab 2.000 Euro die Identität festzustellen, und viele seriöse Betriebe fragen grundsätzlich danach.
Wer Gold länger als ein Jahr besessen hat, verkauft es als Privatperson steuerfrei. Innerhalb eines Jahres gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro für private Veräußerungsgewinne. Diese Angaben ersetzen keine Steuerberatung, vor allem bei großen Beständen.
Unterm Strich
Für den Goldverkauf gilt: Vorbereitung schlägt Zufall. Wer Gewicht, Feingehalt und Tageskurs kennt, mindestens zwei Angebote vergleicht und die Prüfung vor seinen Augen verlangt, verkauft sein Gold zu einem fairen Preis. Und wer unsicher ist, nimmt sein Gold einfach wieder mit.


